Handball

Füchse wollen mehr als nur eine Halbzeit überzeugen

Die Füchse Berlin hoffen am Mittwoch gegen Minden auf den nächsten Heimsieg und zwei erfolgreiche Halbzeiten.

Paul Drux (M.) steuerte zum Sieg gegen Erlangen fünf Tore bei, will sich aber mit der gesamten Mannschaft noch steigern.

Paul Drux (M.) steuerte zum Sieg gegen Erlangen fünf Tore bei, will sich aber mit der gesamten Mannschaft noch steigern.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Es ist eine simple Gleichung: 1+1=2. Eine gute Halbzeit und noch eine gute Halbzeit ergeben einen Sieg und damit zwei Punkte. Die ersten beiden Saisonspiele haben den Füchsen Berlin allerdings gezeigt, dass das in der Handball-Bundesliga nicht immer so laufen muss. Eine gute Hälfte kann für einen Sieg schon reichen – so wie am vergangenen Sonntag gegen Erlangen (30:23). Muss sie aber nicht – so wie beim Saisonstart in Leipzig (23:24).

„Es reicht nicht eine gute Halbzeit zu spielen, in Leipzig waren wir phänomenal und haben verloren“, sagte Trainer Velimir Petkovic. „Und gegen Erlangen sind wir über eine gute Deckung zurück ins Spiel gekommen, haben Selbstvertrauen gekriegt.“ Genau mit diesem Selbstvertrauen will seine Mannschaft schon an diesem Mittwoch gegen Minden (19 Uhr, Max-Schmeling-Halle) den nächsten Erfolg einfahren. Möglichst mit einer überzeugenden Leistung über 60 Minuten.

Im Rückraum zeigt Mandalinic sein Können

„Ich hoffe, wir können den Schwung von Sonntag mitnehmen“, sagte Paul Drux. Der Nationalspieler kritisierte vor allem das „verhaltene“ Spiel seiner Mannschaft, die im Angriff noch einige Schwächen offenbarte. Würfe aus der zweiten Reihe kamen in den ersten beiden Partien kaum auf das gegnerische Tor, zu oft rannten sich die Berliner in der Abwehr fest.

Mit „viel Disziplin, viel Taktik, viel Bewegung“ will Trainer Petkovic das ändern. Hoffnung auf baldige Besserung macht auch der Auftritt von Stipe Mandalinic. Der Kroate traf gegen Erlangen fünf Mal, zeigte „sein bestes Spiel seit er in Berlin ist“, wie der Coach befand. Der Aufwärtstrend bestätigt das, was Petkovic seit drei Wochen predigt. Die Langzeitverletzten brauchen Zeit, um sich ins Team einzufinden.

Auch Spielmacher Ernst muss sich noch steigern

„Das hat man vor allem in der ersten Halbzeit gegen Erlangen gesehen, dass wir noch Zeit benötigen, dass noch nicht alles rund ist“, sagt auch Sportkoordinator Volker Zerbe. „Dafür sind auch Siege wichtig und da müssen wir am Mittwoch weiter machen.“

Die Partie gegen Minden ist auch für Simon Ernst eine weitere Chance, Spielpraxis zu sammeln. Der Spielmacher, der erst vor wenigen Wochen nach mehr als 16 Monaten Pausen und zwei Kreuzbandrissen zurückgekehrt ist, leistet sich noch einige technische Fehler, konnte gegen Erlangen aber immerhin seine ersten Bundesliga-Treffer für die Füchse beisteuern. Sollte auch er sich gegen Minden steigern, dürften die Berliner der idealen Lösung, zwei guten Halbzeiten, schon näher kommen.