Handball

Füchse-Trainer Petkovic hadert mit den Zeitstrafen

Nach der Pleite in Leipzig hoffen die Berliner auf Besserung im Heimspiel. Mut macht vor allem die erste Halbzeit zum Saisonauftakt.

Kreisläufer Mijajlo Marsenic (l.) kassierte früh zwei Zwei-Minuten-Strafen.

Kreisläufer Mijajlo Marsenic (l.) kassierte früh zwei Zwei-Minuten-Strafen.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Berlin. Die Woche begann für die Füchse Berlin mit einem freien Tag. „Als Belohnung für die Niederlage“ scherzt Trainer Velimir Petkovic nach dem 23:24 beim SC DHfK Leipzig am Sonntag. Die gute Laune ist trotz des Rückschlags zum Start in die neue Saison der Handball-Bundesliga nicht dahin. „Nach der Leistung in der ersten Halbzeit kann ich gar nicht böse sein“, sagt der 63-Jährige.

Seine Mannschaft hatte vielversprechende Ansätze gezeigt, im Angriff, in der Deckung und im Tor. „Die Deckung war phänomenal. Aber ich wusste, dass wir das Niveau in der zweiten Halbzeit nicht halten können“, sagt Petkovic. „Die Niederlage tut trotzdem richtig weh.“ Vor allem die fehlenden Treffer aus dem Rückraum kritisierte der Coach. Paul Drux beispielsweise gelang es nicht einmal, den Ball im Leipziger Tor unterzubringen.

Torhüter Silvio Heinevetter ist noch krankgeschrieben

Noch mehr ärgerte sich Petkovic jedoch über die Zeitstrafen – besonders über die für seinen Kreisläufer Mijajlo Marsenic. „Die zweite Strafe war niemals eine“, so der Trainer. Schon nach 13 Minuten war der Serbe zweimal vom Feld gestellt worden und musste sich im Mittelblock zurücknehmen, konnte nicht mehr so aggressiv zu Werke gehen, wie es gegen die Leipziger Torschützen nötig gewesen wäre. „Da haben wir zu viele einfache Tore gekriegt“, sagt Petkovic. „Da war ich gar nicht mehr zufrieden mit der Abwehr.“

Vor dem ersten Heimspiel der Saison am Sonntag gegen den HC Erlangen (16 Uhr, Max-Schmeling-Halle) haben die Füchse also noch etwas Arbeit vor sich, um vor den eigenen Fans den ersten Sieg einzufahren. „Wenn wir die richtige Einstellung zeigen, dann wird das besser. Da müssen wir jetzt erstmal durch, aber wir lassen die Köpfe nicht hängen“, sagt Petkovic, der dann auch wieder mit Torhüter Silvio Heinevetter planen kann.

Acht Nachwuchstalente im DHB-Kader

Der Nationalkeeper hatte gegen Leipzig wegen eines grippalen Infektes gefehlt. „Er war im Krankenhaus, hat sich durchchecken lassen und ist noch bis Mitte der Woche krankgeschrieben“, sagt der Trainer. „Aber am Sonntag rechne ich wieder mit ihm.“ Dann wird nach der starken Vorstellung von Dejan Milosavljev (elf Paraden) wohl Martin Ziemer auf die Tribüne geschickt.

Viel Qualität steckt allerdings nicht nur im aktuellen Kader. Auch der Nachwuchs trumpft bereits auf: Acht Spieler haben es in dieser Saison in die Nachwuchskader des Deutschen Handball-Bundes (DHB) geschafft. Neben Torben Matzken, jüngst mit einem Bundesliga-Vertrag ausgestattet, sind auch die A-Jugend-Spieler Tim Freihöfer, Maxim Orlov, Matthes Langhoff, Lasse Ludwig und Nils Lichtlein Teil der deutschen Jugendnationalmannschaft. In der B-Jugend stehen mit Max Christoph Beneke und Moritz Sauter ebenfalls zwei Nationalspieler aus dem Füchse-Nachwuchs.