Handball

Das müssen Sie zur neuen Handball-Saison wissen

Spannender Titelkampf, drei potenzielle Absteiger und neue Technik: Die Handball-Bundesliga startet am Donnerstag in die neue Saison.

Maik Machulla (M.) und die SG Flensburg-Handewitt peilen die Titelverteidigung in der Bundesliga an.

Maik Machulla (M.) und die SG Flensburg-Handewitt peilen die Titelverteidigung in der Bundesliga an.

Foto: Guido Kirchner / dpa

Berlin. Ein Dreikampf an der Spitze, sechs Klubs im Europapokal und der Kampf um das Olympia-Ticket. Die wichtigsten Fakten zur neuen Bundesliga-Saison im Überblick:

Titelfavoriten: Nach vier Jahren ohne Meistertitel will der THW Kiel endlich wieder auf den Handball-Thron zurückkehren. Der 20-malige Champion und Rekordmeister gilt trotz des Abgangs von Erfolgstrainer Alfred Gislason als Topfavorit. Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt ist aber heiß auf den Meister-Hattrick und wird den Platz an der Sonne nicht kampflos räumen. Auch die Rhein-Neckar Löwen, 2016 und 2017 jeweils Meister, wollen mit Rückkehrer Uwe Gensheimer wieder ganz oben mitmischen.

Aufsteiger: Der HBW Balingen-Weilstetten um Nationalspieler Martin Strobel geht nach zwei Jahren in der Zweitklassigkeit in seine zwölfte Bundesliga-Spielzeit. Die HSG Nordhorn-Lingen ist erstmals seit elf Jahren wieder - und zum insgesamt neunten Mal - im Oberhaus dabei. Beide Mannschaften werden es sehr schwer haben, die Klasse zu halten. Auch die Eulen Ludwigshafen, die in der vergangenen Saison ein Tor besser waren als der erstmals in die Zweitklassigkeit gestürzte Traditionsklub VfL Gummersbach, gelten als abstiegsgefährdet.

Neue Technologie: Die Bundesliga führt zur neuen Saison eine weltweit einmalige Analyse-Technologie ein. Dank Chips in Bällen und Trikots werden die Leistungsdaten aller Spieler in Echtzeit erfasst, darunter Wurfgeschwindigkeit, Sprunghöhe, Anzahl der Pässe oder verbrauchte Energie. „Handball wird noch transparenter“, sagt Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga.

Europapokal: Flensburg und Kiel vertreten die Bundesliga in der Champions League und wollen die Durststrecke der deutschen Klubs, die seit drei Jahren nicht mehr bei der Finalrunde in Köln vertreten waren, beenden. Im EHF-Pokal - wo es in den vergangenen 15 Jahren 14 deutsche Siege gab - spielen die Füchse Berlin, der SC Magdeburg, die Rhein-Neckar Löwen und die MT Melsungen.

Nationalmannschaft: Während der EM im Januar 2020, die erstmals mit 24 statt bisher 16 Mannschaften ausgetragen wird, ruht der Liga-Betrieb traditionell. Eine weitere Spielpause gibt es Mitte April kommenden Jahres, wenn die DHB-Auswahl voraussichtlich um das Olympia-Ticket kämpft. Wegen der Sommerspiele vom 24. Juli bis 9. August in Tokio endet die Bundesligasaison bereits am 14. Mai 2020.

TV: Der Bezahlsender Sky zeigt – wie schon in der vergangenen Saison – alle 306 Ligaspiele live. Die ARD überträgt zudem zwölf Spiele live, darunter ein Halbfinale und das Finale des DHB-Pokals.

Der erste Spieltag: Do.: HSG Nordhorn-Lingen - Bergischer HC, SC Magdeburg - HBW Balingen-Weilstetten, HSG Wetzlar - TBV Lemgo Lippe, So.: SC DHfK Leipzig - Füchse Berlin, THW Kiel - Frisch Auf Göppingen, MT Melsungen - SG Flensburg-Handewitt, TSV Hannover-Burgdorf - GWD Minden, Die Eulen Ludwigshafen - Rhein-Neckar Löwen, Do., 29.8.: HC Erlangen - TVB Stuttgart.

Füchse Berlin: Nach dem Saisonauftakt auswärts in Leipzig treten die Füchse in der Woche darauf in der heimischen Max-Schmeling-Halle an. Die Termine der ersten Bundesliga-Heimspiele im Überblick: 1.9., 16 Uhr: Erlangen, 4.9., 19 Uhr: Minden, 15.9., 16 Uhr: Stuttgart, 29.9., 16 Uhr: Ludwigshafen, 13.10., Bergischer HC, 3.11., Rhein-Neckar Löwen, 28.11., 19 Uhr: Melsungen, 12.12., 19 Uhr: Kiel, 19.12., 19 Uhr: Wetzlar, 26.12., Leipzig. Tickets für die Heim- und Auswärtsspiele der Füchse Berlin gibt es im Internet unter der Adresse www.fuechse.berlin oder per Telefon (01806 999000350).