Handball

Füchse-Coach Petkovic will Kiel und Flensburg angreifen

Vor dem Start im DHB-Pokal lobt Füchse-Trainer Petkovic seinen starken Kader und hofft nach durchwachsener Vorbereitung auf Besserung.

Berlins Trainer Velimir Petkovic (2.v.r) setzt für eine erfolgreiche Saison auf seinen topbesetzten Kader.

Berlins Trainer Velimir Petkovic (2.v.r) setzt für eine erfolgreiche Saison auf seinen topbesetzten Kader.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Dieses eine Geheimnis hütet Velimir Petkovic noch. Welcher seiner drei Torhüter beim Pflichtspielstart am Sonnabend (16.30 Uhr) auf der Tribüne sitzen muss, verriet der Trainer der Füchse Berlin am Mittwoch nicht. Sicher ist aber, dass entweder Silvio Heinevetter, Martin Ziemer oder Dejan Milosavljev die Erstrundenpartie im DHB-Pokal gegen den Zweitligisten Krefeld jenseits der Pfosten und der Ersatzbank verbringen wird. Ob sich der Coach des Handball-Bundesligisten schon Gedanken darüber gemacht hat? „Nein“, sagt Petkovic, kann sich ein Schmunzeln aber nicht verkneifen.

Es ist davon auszugehen, dass der 62-Jährige in den vergangenen Wochen der Vorbereitung einen guten Eindruck von seinem Keeper-Trio bekommen hat. Wer wie stark einzuschätzen ist und wem auf Dauer eher die Reservistenrolle zugeteilt wird.

Füchse-Boss Hanning sieht die Probleme gelöst

Vor allem das finale Testturnier in der Lüneburger Heide und die herbe Endspielniederlage gegen Bundesliga-Konkurrent Wetzlar (30:33) zeigten, dass noch viel Arbeit vor den Füchsen liegt, vor allem in der Defensive. Daraus macht der Coach kurz vor dem Saisonstart dann ausnahmsweise kein Geheimnis. „Schlecht“, lautet Petkovics Antwort auf die Frage, wie gut sein Team auf den Ernst der Spielzeit vorbereitet ist.

Pessimisten befürchten nun wahrscheinlich eine ähnlich durchwachsene Saison wie die zurückliegende, in der sich die Berliner mit Schützenhilfe noch gerade so für den EHF-Pokal qualifizieren konnten und am Ende nur auf Rang sechs landeten. Bei den Füchsen aber ist man sich sicher, dass jetzt alles besser wird. „Die Probleme, die wir hatten, haben wir gelöst“, sagt Manager Bob Hanning. „Jetzt müssen wir es besser machen als in der letzten Saison.“

Trainer Petkovic will sich in Europa nicht verstecken

Und auch der Coach ist sich sicher, dass in diesem Jahr alles besser laufen wird – trotz der drastischen Zustandsbeschreibung seiner Mannschaft. Schließlich kennt Petkovic die Gründe dafür, dass es in der Vorbereitung nicht ganz so rund lief wie gewünscht. „Wir haben Top-Leute, aber auch vier Spieler, die nach Verletzungen zurückkommen. Die sind teilweise noch nicht belastbar“, sagt er. „Wenn alle fit sind, wir die komplette Mannschaft haben und ohne Verletzungen bleiben, dann können wir Kiel und Flensburg angreifen. Ich will mich nicht verstecken, egal wo wir auch in Europa spielen. Nicht vor Paris, nicht vor Barcelona.“

Eine mutige Kampfansage, der die Mannschaft – mit den vier angesprochenen Rückkehrern Simon Ernst (16 Monate Pause nach Kreuzbandriss), Fabian Wiede (drei Monate Pause nach Schulterverletzung), Frederik Simak (drei Monate Pause nach Schulter-OP) und Stipe Mandalinic (Trainingsrückstand nach Kreuzbandriss) – nun Taten folgen lassen muss. Damit die Füchse in dieser Saison – und das ist kein Geheimnis – nicht wieder den eigenen Ansprüchen hinterherhinken.