Handball

Füchse schwitzen für eine verletzungsfreie Saison

Nach dem ersten Athletik-Trainingslager bereiten sich die Füchse ab Montag in Naumburg auf die neue Bundesliga-Saison vor.

Im Testspiel gegen Schalke 04 sammelten Mijajlo Marsenic und Jakov Gojun schon etwas Spielpraxis.

Im Testspiel gegen Schalke 04 sammelten Mijajlo Marsenic und Jakov Gojun schon etwas Spielpraxis.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Berlin. Silvio Heinevetter nutzte den freien Sonntag für eine Bootsfahrt auf dem Wannsee. Ausruhen, entspannen, die Seele baumeln lassen. All das, was in den vergangenen Tagen zu kurz gekommen ist und was auch in dieser Woche eher nicht auf dem Plan des Torhüters der Füchse Berlin steht.

Nachdem der Handball-Bundesligist jüngst aus dem Trainingslager in Lübbenau zurückgekehrt ist, geht es nämlich schon an diesem Montag weiter. Nach Naumburg, wo Teil zwei der intensiven Saisonvorbereitung auf dem Plan steht. Schließlich soll die neue Spielzeit, die für die Berliner mit dem DHB-Pokal am 17. August beginnt, deutlich erfolgreicher werden als die zurückliegende.

Die ersten Einheiten schon vor dem Frühstück

Den Grundstein dafür hat vor allem Carsten Köhrbrück gelegt. Der Füchse-Athletiktrainer setzte in den arbeitsintensiven Tagen von Lübbenau auf eine Mischung aus Schnelligkeits-, Kraft- und Koordinationstraining. „Noch vor dem Frühstück waren die ersten Einheiten angesetzt. Mit zwei Dauerläufen von je rund 35 Minuten haben wir so an der Grundlagenausdauer des Teams gearbeitet“, sagt Köhrbrück.

Die Profis haben geschwitzt und geschuftet, sich durch den gefürchteten Linienlauf gequält und nicht ganz ohne sarkastischen Unterton „die schönste Zeit im Jahr“ absolviert, wie Spielmacher Fabian Wiede auf Instagram schrieb. Was für die Spieler nach dem Urlaub zur Quälerei wird, soll aber die Basis für eine möglichst verletzungsfreie Saison sein. Damit die Füchse nicht wieder von einem solchen Verletzungsfluch wie im vergangenen Jahr heimgesucht werden.

Aus dem Kader soll eine Mannschaft werden

„Wir haben über eine gewisse spielerische Ebene mit Hilfe von Koordinationsleitern, Minihürden und Zugwiderständen immer wieder neue athletische Schwerpunkte gesetzt“, sagt Köhrbrück zu den zurückliegenden Trainingseinheiten. Leitern, Hürden, Widerstände – und wo war der Ball?

Der kommt ab Montag ins Spiel. In Naumburg steht endlich das handballspezifische Training im Mittelpunkt. Damit aus dem Kader mit dreieinhalb neuen Spieler eine Mannschaft auf dem Feld zusammenwächst. Neben den Zugängen Dejan Milosavljev, Martin Ziemer (beide im Tor) und Rückraumspieler Michael Müller steigt auch Simon Ernst ins Teamtraining ein. Der 25-Jährige steht zwar schon seit einem Jahr bei den Füchsen unter Vertrag, konnte wegen zwei Kreuzbandrissen aber noch nicht eine Minute spielen.