Handball

Warum sich die Füchse über elf Tage Pause ärgern

Vor dem Finale im Kampf um Europa ist Trainer Velimir Petkovic vor allem als Motivator seiner Mannschaft gefragt.

Trainer und Motivator: Velimir Petkovic (l.) muss seine Spieler vor der Partie gegen Wetzlar bei Laune halten.

Trainer und Motivator: Velimir Petkovic (l.) muss seine Spieler vor der Partie gegen Wetzlar bei Laune halten.

Foto: Frank Molter / dpa

Berlin. Bei den Füchsen Berlin geht es gerade heiß her. Die Trainingseinheiten bei 35 Grad verlangen dem Handball-Bundesligisten eine Menge ab. Motivation ist eher Mangelware. Da ist es nicht gerade zuträglich, dass das Team von Trainer Velimir Petkovic auf das letzte Spiel der Saison am Sonntag gegen Wetzlar (15 Uhr, Max-Schmeling-Halle) so lange warten muss.

Bundesliga-Kontrahenten weilen derzeit auf Mallorca

„Elf Tage Pause, das ist nicht einfach. Ich kann meine Jungs nicht die ganze Zeit Fußball spielen lassen, da muss auch mal der Handball her. Für uns geht es noch um was“, sagt der Coach. Die Berliner kämpfen um den fünften oder sechsten Platz und damit um die Qualifikation für den EHF-Pokal in der nächsten Saison. Für die Füchse geht es also sogar um ziemlich viel. Im Gegensatz zu anderen Teams. Wie Gegner Wetzlar oder auch die Rhein-Neckar Löwen, die die lange Pause gerade für eine Mannschaftsfahrt nach Mallorca nutzen.

Manch einer mag jetzt denken, dass man es den Handballern auch wirklich nie recht machen kann. Erst beschweren sie sich während der gesamten Spielzeit über die zu hohe Belastung, und wenn dann mal ein bisschen Freiraum zwischen den Partien entsteht, ist es auch wieder nicht richtig.

Champions-League-Finale verkürzt den Urlaub

Das Problem hier liegt aber eher in dem kürzeren Urlaub, den die Profis nun haben. Weil zwischen den vorletzten und den letzten Spieltag noch das Final Four um die Champions League geschoben wurde, verlängert sich die Saison um eine Woche. „Einige kommen im Juli nach ihrem kurzen Urlaub zurück und haben sich gar nicht richtig auskuriert, starten direkt mit kleinen Verletzungen in eine harte Saison“, moniert Petkovic.

Deshalb überraschte es den Trainer der Füchse auch nicht, dass er die gesamte Spielzeit mit Verletzten zu kämpfen hatte. Ihr Ziel, den Europapokalstartplatz, haben sie aber trotzdem nicht aus den Augen verloren. Da dürfen auch die elf Tage Pause keine Ausrede sein. Am Sonntag muss ein Sieg her. Und bis dahin muss Trainer Petkovic sein Team auf Betriebstemperatur halten.