Handball

Füchse greifen in den Meisterkampf ein

Die Füchse können mit einem Sieg in Flensburg den Titelkampf mit beeinflussen. Spielmacher Wiede fällt bis Saisonende aus.

An der Schulter verletzt: Füchse-Star Fabian Wiede fällt bis zum Saisonende aus.

An der Schulter verletzt: Füchse-Star Fabian Wiede fällt bis zum Saisonende aus.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin.  Um den Titel spielen sie selbst zwar nicht mehr, aber die Füchse nehmen am Mittwoch dennoch eine vielleicht entscheidende Rolle im Rennen um die deutsche Handball-Meisterschaft ein. Nach dem furiosen Erfolg gegen die Rhein-Neckar Löwen wollen die Berliner im Bundesligaspiel bei Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt (18.30 Uhr, Sky) den nächsten Coup landen. Mit einem Sieg wäre die erneute Qualifikation für den internationalen Wettbewerb so gut wie sicher, zudem könnten die Füchse den vorzeitigen Titelgewinn der Flensburger verhindern.

„Das ist ein unfassbar wichtiges Spiel für sie. Die werden total heiß sein“, ahnte Füchse-Kapitän Hans Lindberg vor der Partie des vorletzten Spieltages. „Das ist auch eine kleine Motivation für uns. Wir können noch ein wenig Stress machen“, so Lindberg.

Europacup-Ticket ist für die Füchse ein Muss

Ein Sieg in Flensburg, davon träumt jeder Handballer. „Das wird verdammt schwer, aber wir wollen alles tun, um unser Ziel zu erreichen“, sagt Trainer Velimir Petkovic. „Es wäre eine Katastrophe, wenn wir Europa nicht schaffen.“ Aktuell sind die Füchse Fünfter - punktgleich mit Melsungen und zwei Zähler vor dem Bergischen HC, der in Ludwigshafen patzte. „Der Druck ist deshalb nicht mehr ganz so groß“, sagte Petkovic. Ein Verein aus dem Trio verpasst die Teilnahme am EHF-Pokal, in dem es die Füchse in diesem Jahr bis ins Finale geschafft haben. In Flensburg wird es für die Füchse vor allem darum gehen, an die gute Leistung aus dem Spiel gegen die Löwen anzuknüpfen. „Dieses hohe Niveau müssen wir wieder erreichen“, forderte Lindberg.

Allerdings reisen die Berliner geschwächt nach Flensburg. Sie müssen bis zum Saisonende auf Nationalspieler Fabian Wiede verzichten. Der Rückraumstar hat sich an der Schulter verletzt, wie eine MRT-Untersuchung ergab. Er wird voraussichtlich vier bis sechs Wochen ausfallen, somit ist die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit nicht gefährdet. Für Geschäftsführer Bob Hanning ist der Ausfall von Wiede keine Überraschung mehr: „Diese Verletzung passt in den Verlauf dieser sehr schwierigen Saison“, sagte Hanning, „ich bin froh, wenn wir uns nach dem 34. Spieltag für den europäischen Wettbewerb qualifiziert haben.“