Handball

Füchse holen Schwung für den Liga-Endspurt

Füchse wollen im Liga-Endspurt den internationalen Startplatz sichern. Die Berliner haben es noch selbst in der Hand.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic (l.) im Gespräch mit seinen Spielern Paul Drux und Stipe Mandalinic (r.).

Füchse-Trainer Velimir Petkovic (l.) im Gespräch mit seinen Spielern Paul Drux und Stipe Mandalinic (r.).

Foto: Frank Molter / dpa

Berlin. So ein gutes Gespräch unter Männern kann etwas Reinigendes haben. Vor allem, wenn dazu ein kühles Bier gereicht wird. Mit einer Kiste Pils begrüßte Velimir Petkovic nach zwei freien Tagen seine Handballspieler in Füchse Town. Und wie die Mannschaft da so in lockerer Runde saß und über die jüngsten Ereignisse sprach, verließ die Enttäuschung nach und nach die Köpfe der Spieler und machte einem guten Gefühl Platz. „Wir haben uns gegen Kiel ja nicht blamiert, sondern nach einem sehr guten Halbfinale gegen Porto dann mit dem THW gegen die bessere Mannschaft verloren“, sagte Petkovic, „in ein Loch fallen wir deshalb jetzt bestimmt nicht, denn wir können stolz auf uns sein.“

Rhein-Neckar Löwen, Flensburg und Wetzlar noch als Gegner

Die Niederlage im EHF-Cup-Finale (22:26) ist abgehakt, jetzt richten sich die Blicke der Berliner auf den Liga-Endspurt. Und der hat es in sich. Am Sonntag empfangen die Füchse die Rhein-Neckar Löwen in der Schmeling-Halle (13.30 Uhr). Am Mittwoch treten sie bei Titelfavorit SG Flensburg-Handewitt an (18.30 Uhr, Sky), ehe dann im letzten Saisonspiel am 9. Juni die HSG Wetzlar nach Berlin kommt. Für die Füchse geht es darum, sich einen Startplatz für den internationalen Wettbewerb zu sichern. Dafür muss mindestens Rang sechs erreicht werden. Derzeit sind sie Fünfter, allerdings punktgleich mit den Verfolgern MT Melsungen und Bergischer HC. Bei Punktgleichheit zählt die Tordifferenz, da sind die Füchse klar im Vorteil.

Die Füchse haben es selbst in der Hand

„Wir können den Europapokalplatz aus eigener Kraft schaffen, haben es also selbst in der Hand“, frohlockte Coach Petkovic und räumte ein, lieber Fünfter werden zu wollen. „Ich erwarte, dass meine Jungs hoch motiviert sind, dieses Ziel auch zu erreichen.“ Die Löwen sind freilich bissig, hatten sie doch vor einem Jahr in Berlin die Meisterschaft verloren. „Wenn wir am Sonntag gewinnen, stehen wir mit einem Bein in Europa“, sagte Petkovic, der seine Aufgabe in diesen Tagen vor allem darin sieht, die richtige Spannung aufzubauen: „Wir werden jetzt noch dreimal alles geben.“