Handball

Füchse sind bereit für die Titelverteidigung

Füchse reisen in Bestbesetzung zur Endrunde im EHF-Cup nach Kiel. Die Berliner sind bereit für die Mission Titelverteidigung.

Auf die Tore von Kapitän Hans Lindberg wird es beim Final Four im EHF-Cup ankommen.

Auf die Tore von Kapitän Hans Lindberg wird es beim Final Four im EHF-Cup ankommen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin.  Die Stimmung war ausgelassen. Erst versenkte Torwart Silvio Heinevetter den Basketball im Korb der Lilli-Henoch-Halle, anschließend trat Rechtsaußen Mattias Zachrisson zum Wurf an. Die Teamkollegen applaudierten bei jedem Treffer. Ein kurzer Pfiff von Trainer Velimir Petkovic, dann begann bei den Füchsen Berlin eine konzentrierte Übungseinheit. Viel Zeit für den Feinschliff für die Mission Titelverteidigung im EHF-Cup bleibt nicht mehr. Am Freitag treffen die Berliner beim Final Four in Kiel im zweiten Halbfinale auf den FC Porto (20.45 Uhr), zuvor spielen der TWH Kiel und Holstebro aus Dänemark gegeneinander (18 Uhr).

Füchse können in Bestbesetzung antreten

Bis auf die Langzeitverletzten können die Berliner in Kiel in Bestbesetzung antreten. Am Ende einer Saison, in der die Füchse durch zahlreiche Ausfälle arg gebeutelt waren, keine Selbstverständlichkeit. „Wir können ja die Tage trotzdem noch zwei Spieler zum MRT schicken, so aus Gewohnheit“, scherzte Coach Petkovic ob des oft ereilten Pechs, wurde aber sogleich wieder ernst: „Am Freitag haben wir eine sehr große Aufgabe vor uns, das wird eine Herausforderung für jeden Spieler. Und ist für uns die große Chance, einen Titel zu holen.“

Mit EHF-Cup-Sieg internationalen Startplatz sichern

Im DHB-Pokal, wo im Halbfinale gegen Kiel Endstation war, und in der Liga, wo die Berliner aktuell auf Rang sechs stehen, klappte und klappt es mit dem Titelgewinn nicht. Jetzt also die Hoffnung auf den Europapokal, den die Füchse im vergangenen Jahr in Magdeburg zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte gewinnen konnten. Mit einem Triumph wäre für die neue Spielzeit auch die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb gesichert. Die Generalprobe am vergangenen Sonntag im Liga-Spiel gegen Ludwigshafen ging schon einmal auf (32:20). Allerdings ist Porto eine deutlich größere Herausforderung als der Liga-Letzte. „Im Vergleich zu Ludwigshafen sind Portos Kreisläufer 20 bis 30 Zentimeter größer und breiter“, sagte Petkovic, „aber wir sind bereit.“