Handball

Heinevetter führt Füchse zum Sieg in Minden

Füchse holen in Minden wichtigen Erfolg. Heinevetter glänzt mit 14 Paraden und freut sich über den „dreckigen Sieg“.

Silvio Heinevetter gelangen in Minden 14 Paraden.

Silvio Heinevetter gelangen in Minden 14 Paraden.

Foto: Andreas Gora / dpa

Minden/Berlin. Silvio Heinevetter bewies auch nach dem Schlusspfiff Ausdauer. Geduldig schrieb der Torhüter der Füchse Berlin seinen Namenszug auf die Bälle, die ihm die vielen Kinder in der Mindener Arena entgegenhielten. Ein Lächeln umspielte seine Gesicht. Mit einer überragenden Leistung führte er die Füchse zum hart erkämpften 28:27 (12:14)-Erfolg beim TSV GWD Minden. Nach dem zweiten Sieg in den vergangenen sieben Spielen bleibt das Team von Trainer Velimir Petkovic aber auf dem siebten Tabellenplatz, der nicht für das internationale Geschäft reicht.

„Das war ein hartes Stück Arbeit“, sagte Heinevetter, der mit 14 Paraden glänzte. Schwere Wochen liegen hinter den Berlinern, in der Bundesliga drohte der Absturz ins Niemandsland der Tabelle. „Wir mussten uns da herauskämpfen. Egal, wie wir gewonnen haben, da ist auch ein dreckiger Sieg okay“, sagte Heinevetter und räumte ein, dass die Füchse in einer „Mini-Krise“ seien. „Genau da müssen wir zusammenhalten.“

Däne Holm erzielt den Siegtreffer

Und das taten die Füchse in Minden. Sie erwischten einen guten Start, lagen in der 13. Minute 6:4 vorn. Doch dann kämpfte sich Minden mehr und mehr heran, übernahm gar die Führung und ging mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause. Berlins Trainer Velimir Petkovic muss in der Kabine die richtigen Worte gefunden haben, denn seine Mannen legten nach Wiederanpfiff furios los, schafften einen 4:0-Tore-Lauf.

Die Platzherren gaben aber nicht auf und kamen wieder heran. Es war ein Spiel auf Augenhöhe - mit einer packenden Schlussphase. Mit einem Ballverlust leitete der Däne Jacob Holm zunächst den 27:27-Ausgleich von Minden ein, machte seinen Fehler dann in der Offensive aber wieder wett und erzielte den Siegtreffer.

Coach Petkovic war froh: „Ich bin richtig glücklich, dass wir das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden konnten. Und dass Jacob Holm am Ende seinen Fehler gleich wieder gutmachen konnte.“ Holm selbst war ebenfalls glücklich: „Wir haben mit Herz und Charakter gespielt.“