Handball

Für die Füchse geht es über Porto zum Pokal

Im Halbfinale des EHF-Cups treffen die Berliner auf den FC Porto. Talent Reißky wird nach Minden ausgeliehen.

Auf Coach Velimir Petkovic (M.) und seine Füchse Berlin wartet im Halbfinale „ein Kampf über 60 Minuten“.

Auf Coach Velimir Petkovic (M.) und seine Füchse Berlin wartet im Halbfinale „ein Kampf über 60 Minuten“.

Foto: Lisa Ducret / dpa

Berlin. Velimir Petkovic schaute am Dienstagmorgen nervös auf sein Smartphone. Würde es Kiel werden? Porto? Oder doch Holstebro? Die Auslosung zum Final Four im EHF-Pokal (17./18. Mai in Kiel), die der Trainer der Füchse Berlin auf dem kleinen Bildschirm verfolgte, war für ihn ein wahrer Krimi.

Porto als erstes Team Portugals beim Final Four dabei

Als dann endlich die entscheidende Loskugel gezogen war, atmete der 62-Jährige erleichtert auf. Der FC Porto. „Ich bin froh, dass wir im Halbfinale nicht gleich gegen eine deutsche Mannschaft spielen“, sagte Petkovic. So bleibt den Füchsen auf dem Weg zur Titelverteidigung das Duell gegen den Rekordmeister und Gastgeber aus Kiel erst einmal erspart.

Erst im Endspiel könnten beide Klubs aufeinandertreffen. Um dorthin zu kommen, brauchen die Berliner im Halbfinale gegen den portugiesischen Meisterschaftskandidaten allerdings eine starke Teamleistung. „Ich hab’ fast alle Europapokalspiele von Porto gesehen. Das wird ein Kampf über 60 Minuten. Aber meine sind auch nicht zu unterschätzen. Deshalb wird es sicher ein hartes Spiel für beide Mannschaften“, sagt Trainer Petkovic über den Gegner, der sich als erstes portugiesisches Team für das Final Four qualifiziert hat.

Am Donnerstag geht es in der Liga gegen den BHC

Vorerst liegt der Fokus aber auf der Bundesliga. Bevor es in knapp drei Wochen zum Showdown in Kiel kommt, haben die Füchse noch wegweisende Aufgaben zu lösen. Am Donnerstag treten die Berliner beim Bergischen HC an (19 Uhr, Sky). Der Aufsteiger hat sich als Überraschungsteam der Liga entpuppt und kämpft mit den Füchsen um Platz fünf. Den Rang, den die Berliner brauchen, um auch in der nächsten Saison im EHF-Pokal antreten zu dürfen.

Jungfuchs Reißky soll den nächsten Entwicklungsschritt machen

Für Christoph Reißky wird das Finalturnier in Kiel jedoch der vorerst letzte Auftritt auf europäischer Bühne sein. Der 23-Jährige wird im Sommer für ein Jahr zum Bundesliga-Konkurrenten nach Minden ausgeliehen, wie die Füchse am Dienstag bekannt gaben. Das Nachwuchstalent im rechten Rückraum soll Spielpraxis sammeln und so den nächsten Entwicklungsschritt in seiner Karriere nehmen.

„Ich glaube, dass Christoph jetzt ein anderes Umfeld braucht. Jedoch sind wir nach wie vor von ihm überzeugt“, stellte Berlins Geschäftsführer Bob Hanning klar. Die nächste Europa-Reise mit den Füchsen wird also wohl nicht lange auf sich warten lassen.