Handball

Die Füchse wollen nicht noch einmal über Stuttgart stolpern

Die Berliner hoffen in Stuttgart auf den ersten Bundesliga-Sieg seit Ende Februar, sind durch das Hinspiel aber gewarnt.

Trainer Velimir Petkovic warnt vor Gegner Stuttgart, der in dieser Saison schon überraschende Siege gefeiert hat.

Trainer Velimir Petkovic warnt vor Gegner Stuttgart, der in dieser Saison schon überraschende Siege gefeiert hat.

Foto: Peter Steffen / dpa

Berlin.  Dass Velimir Petkovic kein Mann ist, der im ewigen Gestern lebt, hat er schon oft genug betont. Doch dieses eine Spiel im vergangenen November, das wurmt den Trainer der Füchse Berlin schon noch. Diese unnötige Niederlage gegen den TVB Stuttgart (25:30) „Das ist noch immer tief in mir gespeichert“, sagt Petkovic. „Trotz der vielen Spiele, die wir seitdem gemacht haben.“

Seit vier Spielen ohne Bundesliga-Sieg

Umso besser für den Berliner Handball-Bundesligisten, dass am Donnerstag (19 Uhr, Sky) endlich die Chance auf Revanche kommt. Auswärts beim TVB wollen die Füchse nicht nur die Niederlage vergessen machen, sondern auch endlich wieder in der Liga punkten. Seit vier Spielen wartet die Mannschaft von Petkovic, die mittlerweile auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht ist, auf einen Sieg. Den letzten Erfolg feierten die Berliner Ende Februar (30:26 gegen Bietigheim).

In Hannover zeigen die Berliner überzeugende Leistung

„Wenn wir unter Druck stehen, bringen wir unsere beste Leistung. Das mobilisiert alle Kräfte“, weiß Petkovic – „die Angst vor dem Misserfolg.“ Dass der 62-Jährige mit dieser Annahme Recht hat, zeigte sich am vergangenen Wochenende.

Beim 34:26 im Viertelfinal-Hinspiel des EHF-Pokals in Hannover präsentierten sich die Füchse in lange nicht gesehener Form. „Das muss jetzt einfach das Beispiel dafür sein, wie konzentriert wir sein müssen, wie wir um jeden Ball kämpfen müssen“, sagt Petkovic.

Keeper Johannes Bitter ist Stuttgarts Trumpf

Die Partie in Stuttgart soll auch die Konzentration für das EHF-Cup-Rückspiel gegen Hannover am Sonntag (15 Uhr, Schmeling-Halle) hochhalten. Doch mit dem Tabellenzwölften wartet kein leichter Aufbaugegner auf die Berliner. Zumal mit Torwart Johannes Bitter einer auf dem Feld steht, der den Füchse-Angriff schon in der Hinrunde zur Verzweiflung brachte.

„Stuttgart spielt guten Handball in dieser Saison, das Team hat ein paar überraschende Punkte geholt“, sagt Petkovic. „Die haben einen der besten Torhüter der Liga. Wenn er gut steht, dann sind die in der Lage, jedes Team richtig zu ärgern.“

Nur die Füchse wollen sich eben nicht noch einmal ärgern lassen. Und nach einem Sieg gegen Stuttgart den Blick in die Zukunft richten. Am liebsten auf das Final Four im EHF-Pokal (17./18. Mai in Kiel).