Handball

Füchse mit einem Bein im Halbfinale des EHF-Cups

Die Berliner besiegen Hannover im Viertelfinal-Hinspiel mit 34:26 und haben die Titelverteidigung im EHF-Cup fest im Blick.

Nationalspieler Paul Drux (M.) tankt sich durch die Abwehr von Hannover. Der Berliner erzielte fünf Tore.

Nationalspieler Paul Drux (M.) tankt sich durch die Abwehr von Hannover. Der Berliner erzielte fünf Tore.

Foto: Peter Steffen / dpa

Berlin/Hannover. Diese Reise am Ostersonntag hat sich für die Füchse Berlin richtig gelohnt. Der Handball-Bundesligaklub gewann das Hinspiel im Viertelfinale des EHF-Cups beim Liga-Rivalen TSV Hannover-Burgdorf souverän mit 34:26 (15:14) und hat damit eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 28. April (15 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle. Die Berliner stehen somit schon mit einem Bein in der Endrunde des Europapokals, dessen Titelverteidiger sie sind. Das Final Four steigt am 17./18. Mai in Kiel. Bester Werfer der Partie war Kapitän und Rechtsaußen Hans Lindberg mit sieben Toren.

Petkovic und Hanning begeistert vom Team

„Die acht Tore sind in der Tat ein sehr gutes Polster für das Rückspiel“, sagte Füchse-Trainer Velimir Petkovic und lobte sein Team: „Man hat von Anfang an bei allen Spielern gesehen, dass sie diesen Erfolg unbedingt wollten. Wir haben teilweise phänomenal gespielt und im Angriff sehr clever agiert.“ Auch Geschäftsführer Bob Hanning war voll des Lobes: „Ich bin mit der kämpferischen und spieltaktischen Einstellung sehr zufrieden.“ Für die Füchse wäre die erfolgreiche Titelverteidigung im EHF-Cup die Chance, auch nächste Saison wieder auf europäischer Bühne zu spielen.

Füchse starten furios in die Partie

Von Beginn an zeigten die Füchse, dass sie diesen unbedingten Siegeswillen hatten. Schon nach fünf Minuten lagen sie in der TUI Arena vor 4000 Zuschauern mit 5:1 vorn. Torwart Silvio Heinevetter präsentierte sich in guter Form. Zwei gehaltene Siebenmeter waren mitverantwortlich für die 6:2-Führung nach zehn Minuten. Als Nationalspieler Paul Drux in der 17. Minute zum 10:5 verwandelte, lagen die Füchse erstmals mit fünf Treffern in Front. Doch dann scheiterten die Berliner immer häufiger an Keeper Martin Ziemer, der im Sommer zu den Füchsen wechselt. Hannover verkürzte, doch die Füchse gingen dank eines Drux-Treffers mit einem 15:14 in die Pause.

Sogar Torhüter Heinevetter erzielt ein Tor

Auch nach dem Seitenwechsel trumpften die Füchse auf. Petkovic muss in der Pause wohl die richtigen Worte gewählt haben, denn sein Team setzte sich nur mehr und mehr ab und spielte seine Klasse aus. Dabei ließen die Füchse den Ball schneller laufen und die Spieler bewegten sich besser. Nationalspieler Fabian Wiede brachte die Füchse mit dem 24:18 in der 42. Minute mit sechs Toren in Führung - die Vorentscheidung. Hannover konnte der Stärke der Berliner nichts mehr entgegensetzen. Elf Minuten vor Schluss gelang sogar Torhüter Heinevetter noch ein Tor.