Handball

Füchse rutschen in Leipzig tiefer in die Krise

Die Berliner Handballer kassieren beim 27:32 die vierte Niederlage in Folge. Grund ist ein altbekanntes Problem.

Fünf Tore von Linksaußen Bjarki Elisson (l.) konnten die Niederlage in Leipzig nicht verhindern.

Fünf Tore von Linksaußen Bjarki Elisson (l.) konnten die Niederlage in Leipzig nicht verhindern.

Foto: Gabor Kriegvia www.imago-images.de / imago images / Picture Point LE

Berlin. Mittlerweile ist es kaum mehr verwunderlich, dass die Füchse Berlin gerade so müde wirken. Woche für Woche kämpft sich der Berliner Handball-Bundesligist durch seine Partien. Leicht geht dem Team von Trainer Velimir Petkovic nichts mehr von der Hand. Und so standen die Spieler auch nach der 27:32 (15:16)-Niederlage am Donnerstagabend beim SC DHfK Leipzig wieder mal mit hängenden Köpfen auf dem Feld – abgekämpft, in der Krise.

Erneut steht die schwache Abwehr in der Kritik

„Kämpferisch können wir uns heute nichts vorwerfen. Aber wir machen uns das Leben selbst schwer“, monierte Paul Drux, der mit drei Toren in den ersten zehn Minuten für einen guten Start der Füchse gesorgt hatte. Doch der Tabellen-15. verlangte dem Tabellensechsten alles ab.

Die dynamische Angriffsreihe der Leipziger stellte die Berliner Deckung immer wieder vor große Schwierigkeiten. Selbst mit dem nach Windpocken wiedergekehrten Abwehrchef Jakov Gojun konnten die Füchse nicht an die überzeugende Defensivleistung der Hinrunde anknüpfen. „Da haben wir nicht das gebracht, was wir bringen müssen“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning.

Doppelte Unterzahl führt zur Niederlage

Spielmacher Fabian Wiede hatte die Berliner in der 12. Minute mit zwei Toren in Führung (8:6) gebracht. Der Vorsprung hielt allerdings nicht lang. Wenig später lagen die Füchse schon wieder mit zwei Toren zurück (25. Minute/11:13). Ein Szenario, das den gesamten Spielverlauf widerspiegelte.

„Wir kommen wieder ran, aber in der zweiten Halbzeit kriegen wir dann gleich zwei Mal Zwei-Minuten-Strafen. Das macht es nicht einfacher“, sagte Drux. Als die Füchse in der 48. Minute nämlich dann auch noch in doppelter Unterzahl da standen, nutzte Leipzig die Chance und zog auf drei Tore davon (23:26). Ein Abstand, den Petkovic’ Team nicht mehr aufholen konnte. Im Gegenteil, es sah beinah so aus, als hätten sich die Füchse mit der vierten Pflichtspielniederlage in Folge schon abgefunden.

Hanning fordert ein anderes Gesicht

„Die Mannschaft muss in der Defensive jetzt dringend ein anderes Gesicht an den Tag legen“, forderte Hanning. Und auch Paul Drux war klar, dass „wir jetzt schnell den Kopf frei bekommen müssen“. Schließlich steht am Sonntag (16 Uhr, Schmeling-Halle) das entscheidende Spiel um den Gruppensieg im EHF-Pokal gegen Balatonfüredi an. Und in eineinhalb Wochen das Final Four im DHB-Pokal, wo wieder eine Menge Kampfgeist gefragt sein wird.