Handball

Füchse kassieren verdiente Pleite in Melsungen

Die Berliner können wieder nicht auswärts punkten und sind nun gleichauf mit den Hessen.

Paul Drux (r.) war der Kräfteverschleiß nach der Länderspielwoche in Melsungen anzusehen.

Paul Drux (r.) war der Kräfteverschleiß nach der Länderspielwoche in Melsungen anzusehen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Irgendwann schaute Velimir Petkovic nur noch ratlos auf das Feld. Das, was seine Füchse Berlin am Donnerstagabend bei der MT Melsungen anboten, war nicht die Leistung, die der Trainer des Berliner Handball-Bundesligisten verlangt hatte. „Hier ist es immer hart und schwer zu spielen“, sagte Petkovic. „Das hat man heute gesehen, aber trotzdem war das zu wenig.“

Platz könnte in der neuen Saison für Europa reichen

Denn am Ende stand eine verdiente 22:26 (8:12)-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um Platz fünf, der für die Teilnahme im Europapokal reichen könnte. Nun sind beide Klubs in der Tabelle gleichauf. Auf dem Feld präsentierte sich das Kräfteverhältnis aber nicht so ausgeglichen.

Petkovic hat nur 13 Spieler zur Verfügung

Die Berliner, verletzungsbedingt mit nur 13 Feldspielern angereist, liefen schnell einem Rückstand hinterher. Melsungen zog dank eines starken Lasse Mikkelsen (mit zehn Toren bester Werfer der Partie) zwischenzeitlich auf sieben Tore weg (37. Minute). „Die haben von unseren Fehlern gelebt, von unseren verworfenen Bällen“, sagte Petkovic.

Selbst als die Berliner noch einmal auf ein Tor herankamen (20:21 durch Mattias Zachrisson in der 52. Minute), verloren die Hausherren nicht die Nerven.

Füchse haben in der Rückrunde auswärts noch nicht gepunktet

„Trotzdem ist es stark von meiner Mannschaft, dass sie nach sieben Toren Rückstand zurückkommt. Da sieht man die Qualität meiner Jungs“, lobte Petkovic trotz der Niederlage. Der Trainer hatte das Spielsystem der Hessen durch die Umstellung auf 5:1-und 4:2-Deckung ein wenig durcheinander gebracht. Aber auch das reichte am Ende nicht für die ersten zwei Rückrunden-Punkte in fremder Halle.