Handball-Bundesliga

Füchse-Trainer Petkovic und sein kniffliges Personal-Puzzle

So wollen die Füchse den Ausfall von zwei Leistungsträgern auffangen. Ein Langzeitverletzter könnte bald wieder zum Team stoßen.

Fabian Wiede (l.) wird den Füchsen gegen Melsungen fehlen.

Fabian Wiede (l.) wird den Füchsen gegen Melsungen fehlen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin.  Das Puzzeln hatte Velimir Petkovic nun wirklich nicht vermisst. Der Trainer der Füchse Berlin war froh, als er nach der Verletztenmisere in der Hinrunde der Handball-Bundesliga endlich wieder so viele Spieler zur Verfügung hatte, dass die Aufstellung für die nächste Partie keine überaus komplizierte Denksportaufgabe mehr war.

Jungfuchs Simak fehlt auch in den nächsten Wochen

Doch in dieser Woche, vor dem Auswärtsspiel bei der MT Melsungen am Donnerstag (19 Uhr, Sky), muss der 62-Jährige wieder grübeln. „Wir werden versuchen, irgendwas zu basteln. Ich hab nicht viele Möglichkeiten. Mir fehlen einfach Alternativen“, sagte Petkovic. Alternativen für Spielmacher Fabian Wiede. Oder für Jungfuchs Frederik Simak. Eben für zwei Leistungsträger, die gerade verletzt ausfallen.

Petkovic hat nur noch vier Rückraumspieler zur Verfügung

Nationalspieler Wiede hatte seinen Einsatz beim Länderspiel vergangene Woche wegen einer Prellung in der Hand absagen müssen. „Ich hoffe aber, dass er nächste Woche zurückkommt“, sagte Petkovic. Der 21 Jahre alte Simak plagt sich immer noch mit einer Schulterverletzung von Dezember herum und wird noch ein paar Wochen fehlen.

Ob er nun doch operiert wird, „steht immer noch im Raum“, sagte Füchse-Sportkoordinator Volker Zerbe. Trainer Petkovic bleiben damit gerade nur noch vier Rückraumspieler. Und die Suche nach einer neuen Lösung.

Torwart Heinevetter meldet sich fit

„Wir haben noch Christoph Reißky und Mattias Zachrisson“, sagte Petkovic. Die beiden gelernten Rechtsaußen haben in dieser Saison schon öfter im rechten Rückraum ausgeholfen. Und werden wohl auch gegen Melsungen dort gefragt sein.

Immerhin ist Silvio Heinevetter wieder voll einsatzfähig. Der Torhüter war mit einer leichten Knieverletzung ebenfalls von der Nationalmannschaft abgereist, konnte aber trainieren. „Das ist schon eine große Freude“, sagte Petkovic schmunzelnd. Man gebe sich ja mittlerweile schon mit kleinen Dingen zufrieden.

Mandalinic soll bald ins Mannschaftstraining zurückkehren

Deshalb sei allein die Aussicht, dass sogar einer der drei Langzeitverletzten bald ins Mannschaftstraining zurückkehren kann, eine gute Nachricht. „Stipe Mandalinic hat hart gearbeitet. Er wird von den dreien derjenige sein, der in dieser Saison noch spielen wird“, sagte Zerbe. Nach seinem Kreuzbandriss wolle man den linken Rückraumspieler aber auch nicht „zu früh wieder ins Wasser werfen“, wie Zerbe mitteilte. Der Kroate würde das knifflige Personal-Puzzle von Coach Petkovic auf jeden Fall ein wenig erleichtern.