EHF-Cup

Füchse und der Schlüssel fürs Viertelfinale in Europa

Die Füchse wollen mit Sieg in Logrono den nächsten Schritt im EHF-Cup machen. Die Chancenverwertung muss besser werden.

Füchse-Nationalspieler Paul Drux gab nach seiner Verletzung Entwarnung und soll am Sonnabend im EHF-Cup in Nordspanien spielen.

Füchse-Nationalspieler Paul Drux gab nach seiner Verletzung Entwarnung und soll am Sonnabend im EHF-Cup in Nordspanien spielen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin.  Schon am frühen Morgen gab sich Silvio Heinevetter hellwach. Während die Spieler der Füchse in Hannover auf den Abflug gen Spanien warteten und mit Kaffee die Lebensgeister zu locken versuchten, filmte der Torhüter seine Teamkollegen in der Aufwachphase, teilte die Videos bei Instagram. Den Berliner Handballspielern stand da freilich noch die Enttäuschung über die Bundesliga-Niederlage am Vorabend bei Hannover-Burgdorf (25:26) ins Gesicht geschrieben. Doch die Pleite gilt es rasch abzuhaken, treten die Füchse doch an diesem Sonnabend in der Gruppenphase des EHF-Cups beim spanischen Klub Logrono La Rioja an (19.30 Uhr, DAZN).

Manager Hanning will den Gruppensieg

„Das Spiel gegen Logrono ist der Schlüssel zum Erreichen des Viertelfinals im Europapokal“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning über die Partie in Nordspanien. „Es wäre für uns der zweite Auswärtssieg und daher elementar wichtig.“ Die Berliner, Titelverteidiger im EHF-Cup haben nichts Geringes zum Ziel als den erneuten Cup-Gewinn. „Wir können am Sonnabend einen großen Schritt machen“, so Hanning, der mit dem Gruppensieg liebäugelt, „damit wir dann den stärksten Mannschaften aus dem Weg gehen und uns dann für das Final Four im Mai in Kiel qualifizieren.“

In der Gruppenphase bislang ungeschlagen

Im Gegensatz zur Bundesliga, in der die Füchse die ersten beiden Auswärtsspiele nach der WM verloren haben (Lemgo und Hannover), hielten sich die Berliner im EHF-Cup schadlos. Gegen St. Raphael Var/Frankreich (33:29) und bei Balatonfüredi KSE/Ungarn (29:24) wurde jeweils gewonnen. „Aber La Rioja ist ein starker Gegner“, sagte Kapitän Hans Lindberg, „wir müssen alles Kräfte zusammen packen, um einen Sieg zu schaffen.“

Drux kann in Norspanien spielen

Dafür muss bei Logrono allerdings die Chancenverwertung besser gelingen als noch am Donnerstagabend in Hannover. Nach einer souveränen ersten Halbzeit ließen die Füchse immer wieder zu viele einfache Möglichkeiten ungenutzt. Und luden damit den Gegner ein, ins Spiel zurückzukommen. Am Ende verloren die Berliner das Spiel, obwohl sie zeitweise mit sechs Toren in Führung gelegen hatten. „Wir haben zu viele Bälle nicht reingemacht“, haderte Trainer Velimir Petkovic. Immerhin freute sich der Coach, dass der zu Beginn der Partie gestürzte Nationalspieler Paul Drux noch während der Partie wieder aufs Feld zurückkehrte. „Es ist nichts Wildes“, gab Drux Entwarnung.

Abwehrchef Gojun fordert den Sieg

Die wurfstarken Drux und Fabian Wiede sollen aus dem Rückraum für Tore in Nordspanien sorgen. Logrono ist seit Jahren konstant im EHF-Cup vertreten, das Team gilt als heimstark mit Hang zu sehr schnellem Handball. „Da müssen wir wieder voll fokussiert sein“, forderte Sportkoordinator Volker Zerbe. Abwehrchef Jakov Gojun, der Logrono noch aus seiner Zeit bei Atlético Madrid kenn, sagte: „Sie haben nicht mehr die Qualität wie früher. Deshalb müssen wir dort gewinnen.“