Handball-Bundesliga

Füchse geben Sieg in Hannover aus der Hand

Rückschlag für die Füchse: Sie verlieren das Bundesligaspiel in Hannover, obwohl sie überlegen sind. Schrecksekunde für Paul Drux.

Füchse-Nationalspieler Fabian Wiede (l.) erzielte in Hannover drei Tore.

Füchse-Nationalspieler Fabian Wiede (l.) erzielte in Hannover drei Tore.

Foto: Arne Immanuel Bänsch / dpa

Diese Reise hat sich für die Füchse nicht gelohnt. Die Berliner Handballer haben bei Hannover-Burgdorf auch ihr zweites

Auswärtsspiel des Jahres verloren. Am Donnerstagabend unterlag das Team von Trainer Velimir Petkovic trotz zeitweiliger Sechs-Tore-Führung mit 25:26 (15:10). Trotzdem bleiben die Berliner Tabellenfünfter. Bester Füchse-Werfer war Jacob Holm mit sechs Toren.

Drux rutscht weg und muss behandelt werden

Einen ersten Schock mussten die Füchse schon nach 29 Sekunden verkraften. Im Angriff rutschte Paul Drux unglücklich weg und hielt sich danach lange schmerzverzerrt das linke Knie. Er musste zunächst raus, kam aber später zurück, wirkte aber gehemmt. „Es hat an der Hüfte weh getan und ist mir ins Knie gezogen“, sagte Drux nach der Partie, „ich glaube aber, es ist nichts Schlimmes.“

Nationalspieler Heinevetter glänzt im Tor

Aber auch ohne Nationalspieler Drux fanden die Berliner gut ins Spiel. Dank einer guten Deckung und einem starken Silvio Heinevetter im Tor, der zahlreiche Paraden zeigte, führten die Gäste nach elf Minuten 7:3. Hannover agierte mit einer sehr offensiven Deckung, doch durch ihre individuelle Klasse fanden die Füchse-Spieler immer wieder Lücken.

Bis auf eine kleine Schwächephase, in der die Gastgeber bis auf zwei Treffer herankamen (8:10), beherrschten die Berliner die erste Hälfte. Nach dem Seitenwechsel zog bei den Füchsen aber wieder der Schlendrian ein. Zahlreiche offene Würfe wurden vergeben. In sieben Minuten gelang nur ein Tor. In der 39. Minute konnte Hannover so zum 17:17 ausgleichen.

Hannover-Torwart Ziemer mit 21 Paraden

Nun war es wieder eine offene Partie, in der die Entscheidung erst in der hitzigen Schlussphase fiel. Knapp zwei Minuten vor Ende ging Hannover wieder 26:25 in Führung. Sekunden vor Ende landete der Wurf von Fabian Wiede zum Ausgleich nur am Pfosten.

Bei Hannover überragte Torhüter Martin Ziemer mit 21 Paraden. „Wir haben das Spiel bis sechs Minuten vor Schluss kontrolliert und Hannover dann wieder aufgebaut“, sagte Füchse-Trainer Velimir Petkovic, „in der zweiten Halbzeit haben wir viele klare Bälle nichts ins Tor gebracht.“ Für die Füchse gilt es nun, schnell die Kräfte zu sammeln, denn bereits am Samstagabend geht es im EHF-Cup gegen BM Logrono la Rioja.