Handball

Die Füchse treffen auf eine europäische Unbekannte

Auf den Berliner Handball-Bundesligist wartet am Donnerstag das zweite Gruppenspiel im EHF-Pokal gegen den ungarischen Vertreter Balatonfüredi.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic will die Konzentration seiner Profis auf das nächste Gruppenspiel lenken.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic will die Konzentration seiner Profis auf das nächste Gruppenspiel lenken.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin.  Was er in Ungarn erwarte? „Gutes Essen“, scherzte Velimir Petkovic. Noch mehr als gutes Gulasch würden den Trainer der Füchse Berlin aber zwei weitere Punkte im EHF-Pokal freuen. Denn darum geht es, wenn der Handball-Bundesligist an diesem Donnerstag gegen Balatonfüredi KSE (18 Uhr, DAZN und ehftv.com) antritt. Was da genau auf sein Team am Plattensee zukommt, weiß der Coach gar nicht so genau. „Sie sind eine unbekannte Mannschaft ohne große Namen“, sagte Petkovic.

Zum ersten Mal überhaupt treffen die Teams aufeinander – und teilen eine ähnliche Geschichte. Die Gastgeber stiegen genau wie die Füchse vor zwölf Jahren in die höchste nationale Liga auf. Anders als beim Titelverteidiger aus Berlin war für die Ungarn aber schon der Einzug in die Gruppenphase ein Erfolg. Und während die Füchse gegen St. Raphael siegreich starteten (33:29), musste Balatonfüredi gegen die Spanier von La Rioja direkt eine Niederlage hinnehmen (24:29). Genau darin sieht Füchse-Trainer Petkovic die Gefahr. „Dass einer meiner Jungs die Mannschaft unterschätzt, darf einfach nicht passieren“, forderte der 62-Jährige. Er habe in dieser Woche beim Training beobachtet, „dass nicht jeder hochkonzentriert ist“.

Petkovic sieht sein Team nicht in bester Form

Schuld ist die lange WM-Pause, die nicht nur den Trainingsalltag unterbrochen, sondern auch manche seiner Leistungsträger viel Kraft gekostet hat. „Wir sind nicht in einer optimalen Form. Das haben wir vor allem in Lemgo gesehen“, sagte der Coach. Die Niederlage (30:34) in Westfalen schmerzt noch sehr. Weil die Berliner es verpassten, den Anschluss an die Spitzengruppe der Bundesliga zu halten. Umso wichtiger wäre es nun, wenigstens im EHF-Pokal in der Erfolgsspur zu bleiben.

Schon am Mittwochmorgen machte sich der Füchse-Reisetross auf den Weg nach Ungarn. Man wollte sich vor Ort akklimatisieren, in der Halle von Ungarns Topklub KC Veszprem trainieren. Um dann doch noch die nötige Konzentration auf dieses zweite Gruppenspiel zu lenken. Gutes Essen nicht ausgeschlossen.