Füchse-Star

Paul Drux von WM in Liga-Alltag: "Wird Herausforderung"

Nationalspieler Paul Drux hofft, dass nach der emotionalen Heim-WM die Handball-Euphorie in der Bundesliga spürbar wird.

Deutschlands Trainer Christian Prokop (r) und Paul Drux.

Deutschlands Trainer Christian Prokop (r) und Paul Drux.

Foto: Monika Skolimowska / picture alliance / Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Knapp zwei Wochen nach der furiosen Heim-Weltmeisterschaft beginnt für Handball-Nationalspieler Paul Drux mit den Füchsen Berlin wieder der Bundesliga-Alltag. «Man muss sich jetzt wieder vom Kopf her auf diesen Rhythmus einstellen. Das wird eine Herausforderung», sagte der 24-Jährige. Die Berliner starten am Donnerstag mit einem Auswärtsspiel beim TBV Lemgo in das neue Jahr.

Die WM hat ihre Spuren hinterlassen - körperlich und mental. Drux spielte dort lange Zeit mit einer schmerzhaften Rippenprellung, die jetzt aber auskuriert ist. "Das ist aber normal. Nach einer WM hat jeder so seine Wehwehchen", bemerkte der Berliner. Mental waren die stimmungsvollen Spiele aber ein großer Schub. "Man versucht das gute Gefühl aus der WM mitzunehmen und auch die gewonnene Erfahrung ins Spiel einfließen zu lassen", bemerkte Drux.

Vergleichen kann man die emotionale WM mit einem Bundesliga-Spiel aber nur schwer. Vor allem, was die öffentliche Aufmerksamkeit betrifft. "Natürlich ist das ein anderes Gefühl, wenn man in so großen Hallen spielt vor so vielen Fans", sagte Drux. So dürfte es am Donnerstag in der beschaulichen Halle in Lemgo (5000 Plätze) deutlich leiser werden als zuletzt in Berlin, Köln oder Hamburg.

Der Nationalspieler hofft trotzdem, dass die in Deutschland aufgekommene Handball-Euphorie nicht gleich wieder verpufft. "Natürlich wird es etwas abflachen. Aber wenn wir mit der Nationalmannschaft auch bei den kommenden Turnieren unsere Leistung bringen, kann sich das gut entwickeln. Man hat gemerkt, dass die Leute da Bock drauf haben", betonte Drux.

Mit seinen guten Leistungen bei der WM könnte Drux nun in den kommenden Wochen verstärkt im Fokus stehen. "Es werden sicherlich viele gucken, was die Nationalspieler so machen und wie nehmen sie eine Führungsrolle an", glaubt er. Damit hat der Füchse-Profi aber kein Problem: "Ich scheue mich nicht davor, Entscheidungen auf der Platte zu treffen." Auch im Club will er Verantwortung tragen.

Seit Montag ist Drux bei den Füchsen wieder komplett im Teamtraining. Die WM war auch im Verein noch ein Thema. "Natürlich spricht man darüber und tauscht Erfahrungen aus, wie es bei anderen Teams gelaufen ist", berichtet Drux.

Doch der Fokus ist wieder auf den Alltag gerichtet. Auf die Berliner warten "knackige Wochen", wie Drux bemerkte. Sieben Spiele in 20 Tagen. "Das wird eine gewaltige Aufgabe. Da können wir nur hoffen, dass alle Kräfte reichen. Aber wir sind breit genug aufgestellt, um das zu überstehen", sagte Drux.

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