Handball

Füchse siegen weiter und rücken an Magdeburg heran

Der EHF-Pokalsieger gewann am Sonntag in einem umkämpften Handball-Bundesliga-Duell mit 27:25 (11:12) beim SC Magdeburg .

Erfolgreichster Füchse-Werfer: Bjarki Mar Elisson (l., Archivbild).

Erfolgreichster Füchse-Werfer: Bjarki Mar Elisson (l., Archivbild).

Foto: Jan Kuppert / dpa

Magdeburg.  Die Pfiffe gegen ihn stachelten ihn nur noch mehr an. Mit 17 Paraden sicherte ein überragender Silvio Heinevetter den Füchsen das 27:25 (11:12) im Bundesliga-Ostderby gegen den SC Magdeburg. In einer hitzigen Atmosphäre behielten die Berliner Handballer kühlen Kopf und sammelten zwei wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten um die Europapokal-Startplätze ein. Linksaußen Bjarki Elisson war mit sieben Toren erfolgreichster Werfer der Füchse.

„Vor so einer Kulisse macht es richtig Spaß“, sagte Nationalspieler Heinevetter, der einst in Magdeburg gespielt hatte und seitdem bei der Rückkehr immer kräftig ausgepfiffen wird. „Das war von Anfang bis Ende ein verdienter Sieg.“ Trainer Velimir Petkovic, der die Beleidigungen der SCM-Fans im Mai beim EHF-Cup-Triumph der Füchse noch nicht vergessen hat, lächelte: „Ich bin richtig glücklich, dass wir in so einer Atmosphäre bestanden haben, die Jungs waren hier zusätzlich motiviert und haben das toll gemeistert.“ Vor einigen Wochen sei der SCM noch zehn Punkte entfernt gewesen, „jetzt sind es nur noch zwei Punkte“, sagte Petkovic: „Wir verlieren den vierten Platz nicht aus den Augen.“ Den nächsten Schritt können die Füchse bereits am Mittwoch machen, wenn sie den HC Erlangen (16 Uhr, Schmeling-Halle) empfangen.

Das Ostderby war von Tempo und hartem Kampf geprägt. Nach ausgeglichenem Beginn warf Kapitän Hans Lindberg die Füchse erstmals in Führung (6:5, 14. Minute). Es blieb spannend. Mitte der zweiten Halbzeit legten die Füchse einen 6:0-Lauf zum 22:16 (47.) hin - die Vorentscheidung. „Das war der Knackpunkt“, sagte Heinevetter. In der heißen Schlussphase behielten die Berliner ihre Disziplin und bleiben damit im Dezember ungeschlagen.