Handball

Manager Bob Hanning: "Das war ein Lebenszeichen"

Die Füchse Berlin haben viele Verletzte im Kader. Gegen Aalborg drohte das EHF-Cup-Aus. Doch die Berliner bewiesen Moral.

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Berlin. Die Erleichterung war bei Bob Hanning nach dem Kraftakt der Füchse Berlin im EHF-Pokal groß. Denn fast hätte der Titelverteidiger des zweithöchsten europäischen Handball-Cups das Minimal-Ziel Gruppenphase nicht erreicht. Erst eine Leistungssteigerung nach 20 völlig misslungenen Minuten brachte trotz eines zwischenzeitlichen Sechstore-Rückstandes noch den 28:23-Sieg gegen Aalborg Handbold aus Dänemark.

"Das war in unserer schwierigen Situation ein Lebenszeichen und ein Befreiungsschlag", sagte Hanning in Anbetracht der schwierigen Personalsituation mit vielen Verletzten. "Wir müssen jetzt aber auch nicht so tun, als ob wir etwas Glorreiches erreicht hätten", schob der Füchse-Macher nach, "selbst mit der aktuellen Besetzung war das Weiterkommen Pflicht."

Die Mannschaft zeigt Moral

Hanning erhofft sich durch den Sieg den nötigen Schwung für die Bundesliga bis zur Winterpause. "Wir dürfen uns jetzt keine unnötigen Punktverluste mehr erlauben", betonte Hanning. Die Füchse wollen wieder in den Europapokal. Derzeit liegen sie vier Punkte hinter dem Fünften Melsungen.

Kapitän Hans Lindberg, der mit sechs Toren bester Füchse-Schütze war, wollte noch nicht an die kommenden Aufgaben denken. Der Däne lobte einmal mehr die gute Moral seiner Mannschaft. "Wir geben nie auf und glauben an uns. Das zeichnet uns schon seit zwei Jahren aus", meinte der Däne zur Aufholjagd gegen Aalborg.

Auch in der Bundesliga gilt es nun, verlorenen Boden gut zu machen. Nach der WM im Februar sollen die meisten Verletzten wieder zurück sein: Dann wollen die Füchse noch einmal richtig angreifen.

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