Volleyball

Füchse-Pleite trotz starkem Stochl

Die Füchse Berlin kassierten in der Handball-Bundesliga die fünfte Niederlage. Gegen Melsungen verloren sie 24:26.

Zurück im Füchse-Tor: Petr Stochl hielt gegen Melsungen bravourös

Zurück im Füchse-Tor: Petr Stochl hielt gegen Melsungen bravourös

Foto: Axel Heimken / dpa

Berlin.  Petr Stochl sprang noch einmal in bester Handball-Torhüter-Manier in die Grätsche, doch diesen Ball zwei Minuten vor Schluss, den konnte die Füchse-Legende dann nicht mehr parieren. Auch die 24:26 (11:15)-Niederlage der Füchse Berlin gegen die MT Melsungen am Donnerstagabend konnte der 42-Jährige nicht verhindern. Mann des Spiels war er trotzdem.

„Ich habe gemerkt, dass ich langsam war“, sagte der Tscheche, der gar nicht trainiert hatte und trotzdem zeigte, dass er mit insgesamt zwölf Paraden nichts verlernt hat. Bewundernswert, wenn man bedenkt, dass der Routinier nur als Ersatz für den verletzten Malte Semisch (Bandscheibenvorfall) aus dem Ruhestand zurückgekehrt war. „Mit der Leistung kann ich zufrieden sein, aber die Niederlage ist schon bitter“, so Stochl.

Chancen zum Sieg gab es durchaus

Denn die Berliner hatten vor 7478 Zuschauern in der Schmeling-Halle gerade in der zweiten Halbzeit immer wieder die Chance, an den Gästen aus Melsungen vorbeizuziehen. Zweimal glichen die Füchse aus (45. Minute zum 20:20, 55. zum 23:23), konnten sich in den entscheidenden Momenten aber nicht absetzen. Weil es an Ideen im Angriff mangelte, die offensiven Varianten ­beschränkten sich auf Eins-zu-eins-Situationen, in denen meist ein Füchse-­Spieler das Nachsehen hatte.

Da verwunderte es wenig, dass die ersten drei Berliner Tore der Partie durch Siebenmeter (alle durch Hans Lindberg) fielen. Der Kapitän war mit zehn Toren bester Werfer der Partie und peitschte sein Team nach einem Sechs-Tore-Rückstand (8:14/27. Minute) immer wieder nach vorn. „Das, was ich von meinen Jungs gesehen habe, war fantastisch, phänomenal. In der zweiten Halbzeit ­haben sie gekämpft“, lobte Velimir ­Petkovic. „Ich bin wirklich stolz.“

Petkovic ärgert sich über die Schiedsrichter

Der Coach haderte jedoch mit einer strittigen Entscheidung der Schiedsrichter, die in der 56. Minute ein reguläres Tor von Jacob Holm nicht gaben. Es wäre die Führung gewesen. Und der verdiente Lohn für sein dezimiertes Team, das die nächste schlechte Nachricht ereilte. Mit Wael Jallouz verabschiedete sich der zehnte Spieler in den Krankenstand. Der rechte Rückraumspieler hatte sich beim Training am Mittwoch den rechten Zeigefinger gebrochen. Schwierige Vorzeichen für die nächste große Aufgabe, die auf den Tabellensechsten am Sonnabend im EHF-Cup in Aalborg wartet (13.30 Uhr).

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