Klub-WM in Katar

Füchse hoffen auf das Wunder von Doha und 400.000 Dollar

Berliner spielen im Finale der Klub-WM gegen den FC Barcelona. Linkshänder Reißky fällt mit Innenbandriss bis Jahresende aus.

Auf die Tore von Nationalspieler Fabian Wiede kommt es im Finale des Super Gobe an

Auf die Tore von Nationalspieler Fabian Wiede kommt es im Finale des Super Gobe an

Foto: Fabian Sommer / dpa

Berlin/Doha.  Einfach mal die Füße hochlegen und entspannen. Die Handballspieler der Füchse genossen ihren freien Tag in Doha (Katar) bei über 30 Grad im Schatten. Am Abend dann lud Geschäftsführer Bob Hanning die Mannschaft in ein libanesisches Restaurant ein - Reserven auffüllen für das Finale der Klub-Weltmeisterschaft am Freitag gegen den FC Barcelona (18 Uhr).

Es ist beim Super Globe die Neuauflage des Endspiels von 2017. Kurios: Der Weltpokal hat in den vergangenen fünf Jahren keinen anderen Sieger als die Füchse (2015, 2016) oder Barcelona (2013, 2014, 2017) gesehen. Das wird sich also auch in diesem Jahr nicht ändern. Der Siegeswille der Füchse ist trotz zahlreicher Verletzungen ungebrochen. Oder wie Trainer Velimir Petkovic sagt: „Ich sagte meinen Jungs, dass es keine Mannschaft in Europa gibt, die gegen uns Favorit ist.“

Die Berliner haben nichts zu verlieren. Sowieso ist das renommierte Turnier in Doha eine Zugabe, immerhin hat eine Wildcard erst die Teilnahme der Füchse am Super Globe ermöglicht. Durch den Finaleinzug in Doha haben die Berliner schon 200.000 US-Dollar sicher, im Falle des Titelgewinns erhöht sich die Prämie auf 400.000 Dollar. „Wir sind stolz, das Finale zu spielen und wollen jetzt das Wunder schaffen“, sagte Hanning, „die Vorfreude auf das Spiel ist bei uns extrem groß.“ Sollte es mit dem dritten WM-Titel nach 2015 und 2016 klappen, bekäme die Mannschaft zudem von Hanning eine Prämie in Höhe von 50.000 Euro, „unter dem Vorbehalt, dass wir nächstes Jahr wieder international spielen“, sagte Hanning. „Sportlich und wirtschaftlich ist das Turnier für uns schon jetzt ein Erfolg. Das Preisgeld können wir jetzt noch verdoppeln“, sagte Hanning: „Wir wollen alle diesen Titel. Wir werden alles daran setzen, das Unmögliche möglich zu machen.“

Im Pokal-Viertelfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen

Christoph Reißky bleibt im Finale nur die Zuschauerrolle. Der Linkshänder hatte sich im Halbfinale gegen Gastgeber Al Sadd (26:20) einen Innenbandriss im Knie zugezogen und fällt bis zum Jahresende aus. „Das ist dramatisch. So viele Spieler haben wir gar nicht mehr in der Jugend, die unsere ganzen Ausfälle kompensieren können“, sagte Hanning.

Im DHB-Pokal sind die Füchse nur noch einen Sieg vom Erreichen des Final Four in Hamburg entfernt. Im Viertelfinale empfangen die Berliner Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen (18./19. Dezember). Hanning: „Das ist eine schwierige Situation, aber mit einem Heimspiel nicht unlösbar.“

Das Finale der Füchse gegen Barcelona im Internet unter: http://t1p.de/fuxfinal