Bundesliga

Torwart Heinevetter hält Füchse-Sieg gegen Hannover fest

Handball-Bundesligist Füchse Berlin erkämpft sich ein 29:28 gegen Hannover-Burgdorf und feiert auch die Rückkehr von Fabian Wiede.

Die Füchse Berlin feiern ihren Sieg über Hannover-Burgdorf

Die Füchse Berlin feiern ihren Sieg über Hannover-Burgdorf

Foto: Arne Immanuel Bänsch / dpa

Berlin.  Mit großer Leidenschaft und einem noch größeren Silvio Heinevetter haben die Füchse Berlin einen Fehlstart in der Handball-Bundesliga abgewendet. Der Torwart des EHF-Pokalsiegers hielt mit beeindruckenden Paraden in der Schlussphase den 29:28 (16:14)-Sieg gegen den TSV Hannover-Burgdorf vor 5748 Zuschauern in der Schmeling-Halle fest.

„Das war ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagte der Held des Abends, der seine Leistung allerdings herunterspielte: „Wir haben als Mannschaft gewonnen.“ Nun fahren die Berliner mit ausgeglichenem Punktekonto und gewachsenem Selbstbewusstsein zum Pokal-Achtelfinale am Sonntag in Minden. „Mit breiter Brust“, freute sich Berlins Trainer Velimir Petkovic.

Es brauchte gute Nerven, starke Wurfleistungen von Mattias Zachrisson (sieben Tore), Paul Drux und Fabian Wiede (je sechs), doch vor allem einen Heinevetter, der wieder einmal seinen Wert für das Team bewies.

Kurzeinsatz für Torwart Semisch nach der Pause

Nach einer eher unansehnlichen und zerfahrenen ersten Halbzeit hatte Füchse-Trainer Petkovic Malte Semisch gegen seine alten Kumpels aus Hannover zu Beginn der zweiten Hälfte eine Chance gegeben. Der 26-Jährige parierte anfangs auch sehr gut, wehrte sogar einen Siebenmeter ab und hielt den ersten Versuch des starken Dänen Morten Olsen. Berlin führte plötzlich mit 19:14. Doch dann brachte das Schiedsrichter-Duo die Füchse mit vielen Zeitstrafen aus der Ruhe – 23:25 nach 53 Minuten.

Semisch, den an der Situation wenig Schuld traf, war da längst wieder durch Heinevetter ersetzt worden, der mehr hielt, als zu halten war, unter anderem einen Siebenmeter von Cristian Ugalde drei Minuten vor dem Ende. Auch die Rückkehr des zum Saisonstart verletzten Wiede tat der Füchse-Mannschaft gut.

„Man hat gesehen, was uns gefehlt hat“, lobte Heinevetter. Froh war Petkovic über den zweiten Heimsieg. „Ich bin sehr erleichtert“, sagte er, „meine Mannschaft hat gezeigt, welchen Charakter sie hat. Sie hat in der schwierigen Phase noch mehr gekämpft.“ Und zu Wiede: „Jeder konnte heute sehen, was er für die Mannschaft bedeutet.“