Handball

Füchse Berlin bleiben nach Flensburg-Pleite gelassen

Die Verletztenmisere plagt das Team. Zudem laufen Leistungsträger ihrer Form hinterher. Es wird auf die Rückkehr von Wiede gehofft.

Die Verteidigung steht nicht: Flensburg-Spieler Johannes Golla kommt zum Wurf

Die Verteidigung steht nicht: Flensburg-Spieler Johannes Golla kommt zum Wurf

Foto: Jörg Carstensen/dpa

Berlin. Trotz der 25:30-Heimpleite gegen Meister Flensburg-Handewitt bleiben die Verantwortlichen der Füchse Berlin optimistisch. "Ich bin nicht enttäuscht. 30 Minuten haben wir eine überragende Leistung geboten", fand Trainer Velimir Petkovic, dessen Team sich nach der zweiten Pleite im dritten Saisonspiel im Tabellenkeller wiederfindet. "Wir sind auf einem guten Weg."

Jeder Fehler wurde bestraft

Den jungen Rückraumspielern Jacob Holm (22), Frederik Simak (20) und Christoph Reißky (23) gingen in der zweiten Halbzeit die Puste aus. Und Flensburg bestrafte jeden Fehler eiskalt. "Man hat gemerkt, dass vielleicht das eine oder andere Bundesligaspiel bei uns fehlt. Da haben wir Lehrgeld gezahlt", sagte Kreisläufer Erik Schmidt.

Für Manager Bob Hanning kam der Einbruch nicht überraschend

"Es war nur eine Frage der Zeit, wann wir körperlich abbauen", sagte er. Den Füchsen fehlen die Alternativen im Kader. Der Rückraum muss deshalb lange auf dem Spielfeld stehen. Denn die Verletztenliste mit Fabian Wiede, Stipe Mandalinic, Simon Ernst, Hans Lindberg und Marko Kopljar ist lang. "Da sitzt fast eine ganze Mannschaft hinter der Bank", meinte Nationalspieler Paul Drux.

"Wir brauchen noch Zeit"

Hinzu kommt, das Leistungsträger wie Mattias Zachrisson oder Drux derzeit ihrer Form etwas hinterherlaufen. "Sie sind noch nicht auf dem Leistungsniveau, wie sie sein sollten und wie wir es von ihnen gewohnt sind", sagte Hanning. Und der vom FC Barcelona ausgeliehene Tunesier Wael Jallouz wirkt noch wie ein Fremdkörper im Team. Er bekam deshalb zuletzt nur wenig Einsatzzeit. "Alle wissen, was der kann. Für alle war er der Königstransfer. Aber im Moment ist er nicht da, weil er körperlich nicht fit ist", kritisierte der Manager. "Wir brauchen noch Zeit", ergänzte Petkovic.

Deshalb sehnt man bei den Füchsen nun das Comeback von Nationalspieler Fabian Wiede herbei. "Wir haben große Hoffnung", meint Hanning. Denn das Auftaktprogramm hat es weiter in sich. Mit Hannover und Magdeburg hat der Hauptstadtclub erneut schwierige Heimspielaufgaben vor der Brust.

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