Handball

Holms Verpflichtung zahlt sich für die Füchse gleich aus

Nach acht Toren im ersten Heimspiel schwärmt der Däne von den Berliner Fans: „Das war die größte Kulisse, vor der ich jemals spielte.“

Jacob Holm (M.) tankt sich durch die gegnerische Abwehr

Jacob Holm (M.) tankt sich durch die gegnerische Abwehr

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin. Seine Augen glänzten, als er das Feld verließ. Noch einmal genoss Jacob Holm den Blick ins Rund der Max-Schmeling-Halle, mit der linken Hand fuhr sich der Däne durch die halblangen braunen Haare, dabei wirkte er fast ein wenig eingeschüchtert ob der begeisterten Rufe in seine Richtung. Ergriffen war er allemal. „Das war die größte Kulisse, vor der ich jemals Handball gespielt habe“, sagte der 22-Jährige, „die Atmosphäre war gigantisch, es war unglaublich und eins der schönsten Spiele meiner Karriere.“

Dabei war die Schmeling-Halle am Donnerstagabend beim ersten Heimspiel der Füchse gegen Minden (29:27) mit 6428 Zuschauern noch gar nicht ausverkauft. Die Stimmung beim Liga-Start vor heimischem Publikum aber war prächtig, und daran hatte Holm selbst einen großen Anteil. Der Rückraumspieler überzeugte mit Einsatz, Willen und Durchsetzungskraft, war mit acht Toren bester Berliner Werfer und zeigte gleich Nehmerqualitäten. So hatte er sich in der zweiten Halbzeit am Rand übergeben müssen, spielte danach weiter, als wäre nichts geschehen. „Das war eine starke Leistung“, freute sich Geschäftsführer Bob Hanning, „die Entscheidung, ihn ein Jahr eher zu holen, war goldrichtig.“

Ursprünglich hätte Holm erst zur Spielzeit 2019/20 nach Berlin kommen sollen. Da sich in der vergangenen Saison aber die Rückraumspieler Simon Ernst und Stipe Mandalinic schwer verletzt hatten, verpflichtete Hanning das von vielen Top-Klubs gejagte Talent vom dänischen Erstligisten Ribe-Esbjerg schon ein Jahr früher. Die dafür fällige Zusatzzahlung wurde durch die finanzielle Unterstützung von Sponsoren möglich. Der Rechtshänder unterschrieb einen Vertrag bis 2022. „Ich fühle mich sehr geehrt, was Berlin alles getan hat, dass ich schon jetzt zu den Füchsen wechseln konnte. Für mich ist damit ein Traum wahr geworden.“

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