Handball

Wiede rettet den Füchse-Sieg

Die Berliner Handballer gewinnen in letzter Sekunde mit 25:24 gegen Hannover-Burgdorf.

Fabian Wiede hat den Füchsen den Sieg gerettet

Fabian Wiede hat den Füchsen den Sieg gerettet

Foto: pa

Berlin. Silvio Heinevetter musste Fabian Wiede festhalten. Beinahe wäre der Rückraumspieler der Füchse Berlin auf den Schiedsrichter losgegangen. Einen Schrittfehler hatte der Unparteiische gepfiffen, daher zählte der Treffer nicht, den Wiede in der letzten Spielminute gegen die TSV Hannover-Burgdorf erzielt hatte. Statt 25:24 stand es 24:24. Die Szene wäre sicher noch viel diskutiert worden, wäre da nicht Wiede selbst, der wenige Sekunden später einfach noch einmal aufs Tor warf – und traf.

25:24 (13:12) gewannen die Füchse und festigen damit den dritten Tabellenplatz in der Handball-Bundesliga. „Es war klar, dass nur einer den Ball nimmt“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. „Wir können uns glücklich schätzen, mit Fabi so einen Individualisten in unseren Reihen zu haben.“

Dabei dominierte Hannover das Spiel in der ersten Hälfte. Nach 23 Minuten führten die Gäste 11:7. Dann war es ausgerechnet der Moment des größten Nachteils, den die Berliner für sich nutzen konnten: In doppelter Unterzahl klauten sie den Gästen den Ball und holten auf. „Meine Jungs haben phänomenal gekämpft“, lobte Petkovic. Die Füchse starteten einen 10:1-Lauf und sahen zehn Minuten vor Schluss schon wie die sicheren Sieger aus (24:18), doch dann ließ Hannovers Torhüter Malte Semisch, der in der kommenden Saison nach Berlin wechselt, nichts mehr zu.

„Wir freuen uns auf ihn, im Spiel ging mir das aber ganz schön auf den Sack“, sagte Hanning. „Am Ende waren wir einfach tot“, fasste Johan Koch die letzten Minuten zusammen. Er war mit sechs Toren bester Werfer der Füchse. Das letzte Tor von Wiede hat dem Team wieder Energie gegeben. Die ist auch notwendig, denn schon in wenigen Stunden geht es in Magdeburg um den Titel im EHF-Pokal. npri