Füchse

Wunderheilung bei Füchse-Star Erik Schmidt

Kreisläufer nach Haarriss im Knöchel wieder mit dabei. Trainer Petkovic lobt Einstellung: Spieler opfern sich für den Erfolg.

Kreisläufer Erik Schmidt könnte in dieser Saison womöglich doch noch spielen

Kreisläufer Erik Schmidt könnte in dieser Saison womöglich doch noch spielen

Foto: Thomas Eisenhuth / Bongarts/Getty Images

Berlin.  Die Pause hat den Füchsen Berlin gut getan. Während die Rhein-Neckar Löwen am vergangenen Wochenende den deutschen Handball-Pokal gewannen und die HSG Wetzlar enttäuschend im Halbfinale ausschied, konnten die von Verletzungen gebeutelten Spieler der Berliner sich regenerieren und erzielten dabei erstaunliche Fortschritte: In der Pressekonferenz am Dienstag gab Füchse-Trainer Velimir Petkovic nicht nur bekannt, dass Paul Drux nach seinem Bänderriss im linken Sprunggelenk wieder einsatzfähig und schmerzfrei ist. Auch bei Kreisläufer Erik Schmidt schloss Petkovic einen Einsatz am Donnerstag in Wetzlar (19 Uhr, Sky) nicht aus.

Der Trainer erntete irritierte Blicke auf seine Aussage, schließlich hatte Schmidt erst vor zweieinhalb Wochen eine Fraktur im Außenknöchel erlitten. Die Saison schien für den deutschen Nationalspieler gelaufen. "Es besteht die Möglichkeit, dass er eventuell sogar spielt, er kommt heute zum ersten Mal zum Training", sagte Petkovic. Nach erneuter Untersuchung konnte die erste Diagnose wohl widerlegt werden. Laut Computertomographie handelte es sich bei Schmidts Verletzung um einen Haarriss, dessen Heilung wesentlich schneller vorangeht als angenommen. "Ich gehe davon aus, dass ich der Mannschaft in dieser Saison noch helfen kann", sagte Schmidt, als er zum Training erschien. Die Einstellung seiner Spieler trage maßgeblich dazu bei, dass die Füchse trotz der vielen Verletzungen in dieser Saison auf Rang vier der Tabelle stehen, sagte Petkovic: "Wir haben keinen Spieler, der sich nicht für den Verein opfern würde." Der Sieg im Europapokal gegen RK Nexe und die damit verbundene Qualifikation für das Final Four am 19./20. Mai habe das Team zusammengeschweißt, teilte er mit. "Jetzt hoffe ich, dass wir gegen Wetzlar noch einen Schritt nach vorn machen können, um der deutschen Meisterschaft noch einmal nahe zu kommen."

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