Handball

Manager Hanning entsetzt über Füchse-Leistung

Trainer Velimir Petkovic fehlen sechs Spieler. Die Ausfälle konnten beim 20:28 gegen Nexe im EHF-Cup nicht kompensiert werden.

Füchse-Manager Bob Hanning ist entsetzt über die schwache Leistung

Füchse-Manager Bob Hanning ist entsetzt über die schwache Leistung

Foto: pa

Berlin.  Ziemlich angefressen waren die Verantwortlichen der Füchse Berlin nach der klaren 20:28-Pleite beim kroatischen Vertreter RK Nexe im Viertelfinal-Hinspiel im EHF-Pokal. „Das war sehr enttäuschend und so nicht akzeptabel“, haderte Manager Bob Hanning. Und Rückraumspieler Drago Vukovic ergänzte: „Wir haben kein Gesicht gezeigt. Das war richtig dumm und eine reine Kopfsache.“

Und während die Kroaten nach der Schlusssirene feierten, als stünden sie schon im Final Four in Magdeburg (19./20. Mai), schlichen die Berliner mit hängenden Köpfen vom Parkett. „Wir haben nicht richtig dagegengehalten und phasenweise den Kopf verloren“, kritisierte Sportkoordinator Volker Zerbe das Team. Den Füchsen fehlte es an Aggressivität und im Angriff wurden reihenweise offene Würfe verballert.

Trainer Petkovic fehlten sechs Spieler

Die Tatsache, dass die Füchse mit Paul Drux, Marko Kopljar, Erik Schmidt, Ignacio Plaza Jimenez, Stipe Mandalinic und Mattias Zachrisson sechs Stammkräfte ersetzen mussten, will Hanning als Ausrede nicht gelten lassen. „Das ist natürlich großer Mist. Aber wir haben immer noch die Qualität, einen solchen Gegner zu schlagen“, meinte der Manager. „Mann kann in dieser Situation vielleicht mit acht Toren gegen Kiel verlieren, aber nicht gegen Nexe. Die entsprechen vom Niveau eher einem Team wie Erlangen“.

Am kommenden Samstag (1900 Uhr) haben die Füchse die Chance, die Hinspiel-Pleite noch zu drehen. Aller Voraussicht nach wird dann zumindest Zachrisson wieder mitspielen können. Einer kurzfristigen Neuverpflichtung teilte Hanning eine klare Absage: „Dafür gibt es keine Möglichkeit.“ Trotzdem erwartet der Manager aber weiterhin den Einzug ins Final Four.

„Das ist jetzt die Aufgabe vom Trainer und den Spielern. Das wird das Spiel des Jahres“, meinte er. Ein wenig Mut macht den Berlinern dabei die Historie. Vor sechs Jahren holten die Füchse in der Champions Leage gegen Ademar Leon sogar einmal einen Zehn-Tore-Rückstand auf und schafften so den Sprung ins Final Four. „Das wird zwar richtig schwer, aber wir müssen alles geben“, fordert Vukovic.

Mehr zum Thema:

Für Füchse-Kreisläufer Schmidt ist die Saison vorbei

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.