Handball

Stochl erneut stark - Füchse feiern Gruppensieg

Die Berliner Handballer gewannen gegen Lugi Lund mit 34:25. Fäth kam nur zu einem Kurzeinsatz.

Petr Stochl ist der starke Rückhalt der Füchse

Petr Stochl ist der starke Rückhalt der Füchse

Foto: pa

Berlin. Als Petr Stochl mal wieder einen freien Wurf mit den Füßen parierte, hielt die 5.805 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle nichts mehr auf ihren Sitzen. Schon in Stuttgart hatte der Füchse-Torhüter am vergangenen Donnerstag mit über 80 Prozent gehaltenen Bällen eine herausragende Leistung gezeigt, die durch die Verletzung von Paul Drux und das Unentschieden (24:24) allerdings etwas unterging. Am Ostersonntag präsentierte der 41-Jährige sich erneut in bestechender Form, und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zum 34:25 (17:12)-Erfolg der Füchse Berlin gegen Lugi Lund und dem damit verbundenen Gruppensieg im EHF-Pokal. „Stochl hat überragend gehalten“, bemerkte Gäste-Trainer Thomas Axner.

Petkovic freut sich über gute Deckung

„Die ganze Mannschaft war heute der beste Fuchs“, sagte Stochl bescheiden. Im Gegensatz zu der Partie am Donnerstag habe das Team den Gegnern von Anfang an zeigen wollen, „dass sie keine Chance haben“, sagte Stochl – und so war es dann auch. So richtig rund lief das Aufbauspiel der Berliner nach den Ausfällen von Drux und Marko Kopljar noch nicht, allerdings konnten die Schweden von den Ungenauigkeiten der Füchse nicht profitieren, da sie selbst recht unbeholfen agierten. Auch die Deckung der Berliner stand gut, was Trainer Velimir Petkovic besonders freute. „Ich hatte Angst, dass die Mannschaft zu locker ins Spiel geht“, sagte er. „Sie ist aber mit der richtigen Einstellung in die Deckung gegangen“, lobte er.

Nach 50 Minuten drohte beim Stand von 28:17 keine Gefahr mehr vom Gruppenletzten Lugi Lund, so dass Stochl auf der Bank Platz nahm, um A-Jugendspieler Frederik Genz (21) seinen ersten Einsatz im Europapokal zu ermöglichen. „Ich habe Petko schon 15 Minuten vorher gefragt, ob wir Frederik reinlassen können, aber da hatte er noch Angst“, sagte Stochl, der Genz ein Mal pro Woche als Torwarttrainer betreut. „Er braucht Spielanteile und ich freue mich, dass er sie heute bekommen konnte“, sagte Stochl. Gleiches gilt für Stipe Mandalinic und Oliver Milde, die sich mit jeweils vier Treffern in die Liste der Torschützen eintragen konnten.

Fäth klagt über Schulterprobleme

Die beiden mussten auch deshalb ran, weil Petkovic Rückraumspieler Steffen Fäth bereits nach acht Minuten vom Feld nahm. „Steffen hat schon vor der Partie über Schulterprobleme geklagt“, erklärte Petkovic. Den Rest der Partie verfolgte der deutsche Nationalspieler, der im Sommer zu den Rhein-Neckar Löwen wechselt auf der Bank, wo er vom Physiotherapeuten an seinem Wurfarm behandelt wurde. Am Ostermontag soll Fäth noch einmal untersucht werden. „Dann müssen wir mal schauen, ob er zur Nationalmannschaft fahren kann“, sagte Petkovic. Eigentlich ist Fäth wie Fabian Wiede und Silvio Heinevetter für die Länderspiele der deutschen Auswahl gegen Serbien eingeplant, die Füchse können sich aber keinen weiteren Verletzten in ihren Reihen leisten.

Freie Tage für einige Spieler

Alle Spieler, die nicht mit ihren Nationalteams unterwegs sind, bekommen nun drei Tage frei, bevor die Vorbereitung auf die Ligapartie am 15. April gegen Frisch Auf Göppingen beginnt (12.30 Uhr, Schmeling-Halle). Als Gruppensieger warten die Füchse nun auf die Auslosung der Viertelfinal-Begegnungen im EHF-Cup, die am Dienstag in Wien stattfindet. Die Berliner treffen entweder auf Chambers Savoie oder RK Nexe. Stochl hat eine klare Präferenz: „Ich will nicht schon wieder nach Chambery“, sagte er. „Da waren wir schon so oft.“ Bevor er im Sommer seine Karriere beendet, will der verlässliche Schlussmann gern noch etwas anderes sehen.

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