Handball-Bundesliga

Füchse verbessern ihren Startrekord auf acht Siege

Bundestrainer Prokop sieht einen glanzlosen Berliner Sieg gegen Erlangen, sein Trainerkollege findet es zum Brüllen.

Nationalspieler Steffen Fäth steuert sieben Treffer zum Berliner Sieg bei

Nationalspieler Steffen Fäth steuert sieben Treffer zum Berliner Sieg bei

Foto: Marijan Murat / picture alliance / Marijan Murat

Fabian Wiede trabte gerade zurück in die Abwehr, als Füchse-Trainer Velimir Petkovic mit ausgestreckten Armen quer über das Feld brüllte. Nationalspieler Wiede sah aber nur kurz auf und machte eine beschwichtigende Handbewegung, so als wollte er sagen: "Ganz ruhig, ich hab alles im Griff."

Am Ende kontrollierten die Füchse die Partie gegen den HC Erlangen auch, gewannen vor 6416 Zuschauern, darunter Bundestrainer Christian Prokop, mit 31:25 (14:13) und können nun den mit 16:0 Punkten besten Saisonstart aller Zeiten feiern. In der ersten Hälfte sah das aber alles andere als rekordverdächtig aus: In der Deckung ließ sich der Bundesliga-Tabellenführer ein ums andere mal von den Gästen verladen. Nach 24 Minuten lagen die Berliner sogar mit 10:13 zurück und konnten dankbar sein, dass Erlangen von den sechs Siebenmetern in der ersten Hälfte nur zwei im Tor unterbringen konnte.

"Wir haben bis zu diesem Zeitpunkt nichts von dem gemacht, was ausgemacht war", ärgerte sich Trainer Petkovic. Dann stellte er auf eine offensive Deckung um und sein Team kam endlich besser ins Spiel. Wichtige Faktoren waren auch Steffen Fäth (7) und Hans Lindberg (8/4), die sehr zuverlässig trafen. Ab der 20. Minute konnte sich auch Petar Nenadic in die Torschützenliste eintragen (6). Der Serbe hatte zuletzt wegen eines Wespenstiches am Fuß nicht trainiert, musste Antibiotika nehmen und wurde daher geschont.

Am Ende war es dann Steffen Fäth, der sich noch einmal bei Fabian Wiede bedankte: "Fabi zieht viele Lücken und macht uns den Weg frei, damit wir treffen können. Das wird oft nicht gesehen." Der 23-Jährige hat eben doch alles im Griff.

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