EHF-Cup

Bänderriss - aber Füchse-Torjäger Nenadic will spielen

Im Spiel gegen Kiel zog sich Berlins Torjäger einen doppelten Bänderriss zu. Er hofft, am Wochenende beim Final Four des EHF-Cups trotzdem zu spielen.

Der Serbe Petar Nenadic ist in der laufenden Saison der erfolgreichse Füchse-Werfer

Der Serbe Petar Nenadic ist in der laufenden Saison der erfolgreichse Füchse-Werfer

Foto: Axel Heimken / dpa

Berlin.  Bein hochlegen, den geschwollenen Knöchel kühlen und abwarten - viel mehr kann Petar Nenadic derzeit nicht tun. Die Hoffnung auf rasche Genesung jedenfalls gibt der Serbe nicht so schnell auf. "Ich werde alles versuchen, um am Wochenende zu spielen", sagt der Torjäger der Füchse. Im Final Four um den EHF-Cup treffen die Berliner am Sonnabend in Göppingen im Halbfinale auf den französischen Top-Klub Saint-Raphael. Und Nenadic droht mit einem doppelten Bänderriss im Sprunggelenk auszufallen.

"Das ist für uns ein harter Schlag", sagt Geschäftsführer Bob Hanning, "aufgrund Petars Bedeutung für das Team versuchen wir alles, um ihn pünktlich hinzukriegen. Es ist aber ein Wettlauf gegen die Zeit und seine Teilnahme alles andere als sicher. Ich freue mich, dass er unbedingt spielen will, bin aber sehr skeptisch."

Mit 160 Toren (davon 27 Siebenmeter) ist Nenadic mit großem Abstand – auf Rang zwei folgt Rechtsaußen Hans Lindberg (118/53) – bester Füchse-Werfer in der Bundesliga und führt im Angriff Regie. Sein Ausfall würde dem Berliner Traum vom zweiten Europacupsieg nach 2015 einen Dämpfer verpassen.

Nenadic hatte sich die Verletzung am vergangenen Sonntag im Bundesligaspiel beim THW Kiel (28:32) geholt, als er umgeknickt war und nicht weiterspielen konnte. Ein MRT-Befund ergab nun die schwere Verletzung.

Allerdings besteht auch von medizinischer Seite aus Hoffnung. "Durch die vorangegangenen Risse an derselben Stelle sind seine Bänder bereits stark vernarbt. Ein frischer Riss wäre schlimmer gewesen", erklärt Physiotherapeut Fabian Kittmann, "aktuell behindert ihn deshalb hauptsächlich die Schwellung, auch wenn so eine Verletzung nicht ohne ist." Nenadic kennt sich mit Knöchelverletzungen aus, seit Jahren sind beide Sprunggelenke in Training und Wettkampf bandagiert.

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