Handball-Liga

Souveräne Füchse stimmen sich für Europacup ein

Beim 34:27 gegen Hannover bietet Torhüter Heinevetter eine starke Leistung. Am Sonnabend treffen die Berliner auf Tatabanya.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic kann zufrieden sein

Füchse-Trainer Velimir Petkovic kann zufrieden sein

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Berlin.  Als der AC/DC-Klassiker "T.N.T." in der Schmeling-Halle ertönte, fühlten sich gleich zwei Spieler angesprochen. Kent Robin Tönnesen, der gerade das 5:2 (7. Minute) für die Füchse erzielt hatte und frenetisch von den 6348 Zuschauern gefeiert wurde. Und auch Sven-Sören Christophersen von der TSV Hannover, der einst selbst in Berlin gespielt hatte (2010-2014) und bei dessen Treffern einst ebenfalls der Rocksong gespielt wurde. Nach 60 Minuten aber hatte nur noch Tönnesen Grund zum Jubeln. Er gewann mit den Füchsen das Bundesliga-Duell gegen die Niedersachsen mit 34:27 (13:9).

"Berlin hat sehr abgezockt gespielt und verdient gewonnen", zollte Hannovers Trainer Jens Bürkle den Füchsen Respekt. Berlins Coach Velimir Petkovic dankte für das Lob und sagte: "Ich bin sehr zufrieden mit meinen Jungs, jetzt kommt die entscheidende Phase in der Meisterschaft." Für die Füchse war es damit auch die perfekte Einstimmung auf das wichtige Europacupspiel am Sonnabend. Im Rückspiel des EHF-Cup-Viertelfinals empfangen die Berliner den ungarischen Topklub Tatabanya und wollen nach dem souveränen 30:25 im Hinspiel nun den Einzug ins Final Four perfekt machen (15 Uhr).

Lindberg bester Berliner Werfer

Hannover, mit neun Niederlagen in Folge nach Berlin gereist, spielte trotz der Pleitenserie munter auf. Die Füchse führten zwar von Beginn an Regie, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Es dauerte bis zur 13. Minute, ehe Erik Schmidt seinen ersten Treffer in der Partie erzielte. Der 24-jährige Kreisläufer wechselt im Sommer zu den Füchsen, er unterschrieb einen Dreijahresvertrag. Insgesamt gelangen ihm vier Tore, bester Füchse-Werfer war Hans Lindberg mit acht Treffern (drei Siebenmeter).

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr setzte sich die individuelle und spielerische Klasse der Berliner durch. Eine starken Tag erwischte auch Silvio Heinevetter im Tor der Füchse, er leitete dank gehaltener Bälle immer wieder Tempogegenstöße ein, die die Angreifer mit Toren nur allzu gern abschlossen. Insgesamt zeigte er 17 Paraden. Nach spätestens 44 Minuten (22:15) war die Gegenwehr der Gäste erschöpft – und die Berliner führten den Sieg ins Ziel.

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