Handball

Füchse stehen vor Einzug ins Final Four des EHF-Pokals

Die Berliner haben sich gegen Tatabanya KC für das Rückspiel in einer Woche eine hervorragende Ausgangsposition erspielt.

Arian Sipos (r.) bedrängt Fuchs Petar Nenadic

Arian Sipos (r.) bedrängt Fuchs Petar Nenadic

Foto: Imago

Auch bei aller Vorsicht ist es wohl kaum vermessen zu behaupten, dass Berlins Handball-Füchse am kommenden Sonnabend vor einer lösbaren Aufgabe stehen werden. Im Rückspiel des Viertelfinales des EHF-Cups wird Tatabanya HC in der Schmeling-Halle (15 Uhr) zu Gast sein. Und zwar mit einem massiven Handicap im Gepäck, denn die Berliner gewannen das Hinspiel in Ungarn mit 30:25 (17:11). Obwohl die Berliner in der zweiten Halbzeit längst nicht mehr so konzentriert agierten wie noch in der ersten, können sie den Bus zum Final Four nach Göttingen am 20./21. Mai zumindest schon reservieren.

"Ich bin zufrieden", sagte Manager Bob Hanning, der das Spiel in Solingen verfolgte, wo die B-Jugend der Füchse ihr Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft bestritt. "Es war zwar ein Spiel mit Auf und Ab, aber wir sind auswärts konsequent aufgetreten und haben die Tür zum Final Four weit aufgestoßen."

Dabei hatte es zu Beginn nach einem zähen Ringen ausgesehen. Nach neun Minuten, in denen beide Seiten eher vorsichtig agierten und kaum zu vielversprechenden Abschlüssen kam, lag das Team von Velimir Petkovic mit 2:3 zurück. Dann jedoch legten die Berliner in der Verteidigung zu und profitierten davon, dass die Gastgeber in Unterzahl einen sechsten Feldspieler brachten. Nach zwei schnellen Treffern ins leere Tor führten die Füchse 10:6 (16.) und zur Pause sogar 17:11.

Im zweiten Durchgang mühte sich der Tabellendritte der ungarischen Liga zwar um den Anschluss, konnte aber nur einmal den Rückstand auf drei Tore verkürzen (26:23/53.). Die Füchse zum anderen verpassten danach, sich aller Sorgen zu entledigen, spielten aber in den 1:49 Minuten, in denen gleich zwei Ungarn Strafen verbüßten, nicht mit letzter Konsequenz ihre Chancen heraus.

Einen wirklichen Durchhänger leisteten sich die Berliner jedoch nicht, auch nicht, als sie kurz vor dem Ende mit vier gegen sechs in Unterzahl waren. "Reinmachen, noch einmal verteidigen, dann gehen wir mit fünf Toren Vorsprung nach Hause", gab Petkovic seinen Männern für die letzten beiden Minuten mit auf den Weg, und genauso ist es gekommen. Beste Werfer der Berliner waren Hans Lindberg mit neun und Petar Nenadic mit acht Treffern. "Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden", sagte auch Kreisläufer Kresimir Kozina. Ziel sei eigentlich nur gewesen, "zu gewinnen. Mit fünf Toren ist sogar perfekt. Da hat man ein Polster für den Fall, dass man mal einen schlechten Tag erwischt."

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