37:29-Erfolg

Füchse bleiben mit Sieg im EHF-Pokal auf Viertelfinalkurs

Drei Spiele, drei Siege: Die Füchse bleiben im EHF-Pokal ohne Makel. Auch die Dänen aus Gudme waren kein Stolperstein.

Kein Durckommen für die Dänen duerch die Füchse-Abwehr

Kein Durckommen für die Dänen duerch die Füchse-Abwehr

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Zufrieden lehnte Kent Tönnesen in den Katakomben der Max-Schmelinghalle. Neun Tore hatte der Norweger gerade erzielt beim 37:29 (17:12)-Sieg der Füchse Berlin gegen GOG Handbold. "Das war heute mein Tag", sagte der 25-Jährige.

Die Füchse stehen nach diesem dritten Sieg an der Tabellenspitze der Gruppe A im EHF-Cup. "Das war vielleicht unsere beste Leistung in dieser Saison", sagte Tönnesen. Schon nach zehn Minuten hatten sich die Berliner eine 9:3-Führung herausgespielt gegen die Dänen, die allerdings auch mit einer sehr jungen Mannschaft auf dem Parkett starteten. "Das war Männer gegen Jungs heute", sagte der ehemalige Füchse-Kapitän Torsten Laen, der mit 37 Lenzen sechs Jahre älter ist als der nächst älteste Spieler im Kader.

Laen ließ der Jugend zunächst den Vortritt. Nach 20 Minuten griff er ein, konnte aber nicht viel ausrichten – weil er sich direkt am Knie verletzte und nach zehn Minuten wieder vom Feld musste, aber auch, weil die Füchse sehr kompakt und aggressiv auftraten. "Wir waren nicht bereit für diese Physis, mit der Berlin gespielt hat", sagte GOG-Trainer Jakob Larsen.

Kurz vor Ende der ersten Hälfte hatten die Füchse ihre Führung auf zehn Tore ausgebaut (17:7/25.). Dann aber schlichen sich immer wieder Fehler ein, welche die Gäste vor 4902 Zuschauern in der Schmelinghalle mit fünf Kontertoren in Serie bestraften.

"Viele Spieler waren nach der ersten Hälfte enttäuscht, dass wir so nachgelassen haben", sagte Füchse-Trainer Velimir Petkovic. "Ich habe sie aber gelobt. Die ersten 26 Minuten waren die bislang beste Leistung der Jungs, seit ich hier bin." In der zweiten Hälfte gelang es den Füchsen dann, sich noch einmal eine Führung von zehn Toren herauszuspielen (32:23/53.), auch weil Berlins bester Werfer Tönnesen immer wieder in den entscheidenden Momenten traf. "Jetzt trinke ich noch zwei Bier mit den Spielern", sagte Petkovic grinsend.

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