Handball

Reißky begeistert Füchse-Trainer Petkovic

Nur ein halbes Dutzend Spieler trainierte während der Handball-WM bei den Füchsen. Einer profitierte davon ganz besonders.

Christoph Reißky (r.) ist bei den Füchsen auf dem Vormarsch

Christoph Reißky (r.) ist bei den Füchsen auf dem Vormarsch

Foto: Fotostand / Krause / picture alliance / Fotostand

Berlin.  Von den vergangenen Trainingswochen bei den Füchsen Berlin profitierten vor allem die jungen Handballspieler. "Wir haben extrem individuell trainiert, weil wir nur vier, fünf Leute waren", erzählt Christoph Reißky. Der 21-Jährige vertritt weiterhin Fabian Wiede, der sich nach seiner Schulteroperation in der Reha befindet. Reißky habe ihn absolut überzeugt, ließ Velimir Petkovic verlauten.

Parallelen zu Nationalspieler Kai Häfner

"Ich will ihn in die Richtung von Kai Häfner bringen", sagt der Füchse-Trainer. Er sehe bei Reißky ähnliche Qualitäten wie bei dem deutschen Nationalspieler. Auf die "Wall of Fame" der Füchse hat Reißky es schon mal geschafft. Mit einem Inbus-Schlüssel montierte er am Donnerstag sein gläsernes Ebenbild an die Wand des Trainingszentrums, an der alle Spieler Platz finden, denen der Sprung vom Nachwuchs zu den Profis gelungen ist.

Seinen Ruhm auf dem Feld muss Reißky sich noch erarbeiten, denn wenn die Füchse am kommenden Donnerstag mit dem EHF-Pokalspiel in Slowenien wieder in die Saison starten, spielt aller Voraussicht nach der WM-Zweite Kent Tönnesen die erste Geige im rechten Rückraum. Der Norweger kehrt am heutigen Freitag zum Team zurück.

Allstar Game passt Füchsen nicht ins Konzept

Dann wären die Füchse endlich komplett – müsste Petkovic nicht auf Silvio Heinevetter, Paul Drux und Steffen Fäth verzichten, die zum Allstar Game nach Leipzig reisen. Traditionell tritt die Nationalmannschaft dort gegen die von Fans und Trainern gewählten besten Spieler der Liga an (20 Uhr, Sport1). "Es gibt wohl keinen Trainer, der darüber froh wäre – besonders nicht in dieser Situation", sagt Petkovic.

Auch Silvio Heinevetter findet: "Das ist eher etwas für die Zuschauer als für uns Spieler." Allerdings möchte der Füchse-Torhüter diesen Rahmen gern nutzen, um Bundestrainer Dagur Sigurdsson Lebewohl zu sagen. Der Isländer wird vor dem Spiel offiziell verabschiedet. Danach können sich die Spieler auf einige schweißtreibende Einheiten gefasst machen, denn Petkovic hat während der WM viel Handball-Literatur gelesen und nun viel vor mit seiner Mannschaft. "Ich möchte einiges umstellen", ließ er wissen.

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