Premiere

Punkte in Flensburg sind das erste Ziel

Für den neuen Trainer beginnt die Arbeit bei den Füchsen mit einer schweren Aufgabe. Petkovic will sie auf jeden Fall meistern.

Velimir Petkovic will den ersten Sieg mit den Füchsen

Velimir Petkovic will den ersten Sieg mit den Füchsen

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Berlin.  Velimir Petkovic kann nicht verlieren. Zwar ließ der neue Trainer der Füchse Berlin verlauten, er hätte sich einen leichteren Einstieg bei den Berlinern Handballern gewünscht, doch der Trainerwechsel hätte zeitlich gar nicht besser geplant sein können.

Wenn die Füchse an diesem Sonntag beim Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt gastieren (15 Uhr, Sport1), wird niemand einen Sieg vom Neuen an der Seitenlinie erwarten. Der letzte Triumph gegen den Tabellenführer liegt mehr als zweieinhalb Jahre zurück – dazu auf neutralem Boden im Finale des DHB-Pokals. Warum also sollten die Füchse nun ausgerechnet an Petkovics erst fünftem Tag im Amt in der Hölle Nord siegen? Unterliegt die Mannschaft, gibt es genügend Ausreden, angefangen von der Trainerentlassung Erlingur Richardssons in dieser Woche über das Fehlen von Fabian Wiede (Schulteroperation).

Ohne Nenadic

Zudem ist Rückraumschütze Petar Nenadic am Sonnabend nicht nach Flensburg gefahren (Grippe). Vielleicht reist er mit Sportdirektor Volker Zerbe nach, der am Sonnabend noch gemeinsam mit Geschäftsführer Bob Hanning die Füchse-Jugend im DHB-Länderpokal betreute (Finale Sonntag, 14 Uhr, Sportforum).

Petkovic (60) hat keinen Druck, doch es passt nicht zu ihm, sich mit den Gegebenheiten zufrieden zu geben. "Wir wollen in Flensburg für eine Überraschung sorgen", sagt er. "Die haben auch mal einen schlechten Tag." Zuversichtlich gibt sich auch Kapitän Petr Stochl: "Wir haben die vergangenen Tage sehr gut trainiert", so der Tscheche, den zwischenzeitlich ebenfalls die Grippewelle erwischt hatte.

"Wir fahren nach Flensburg, um die Punkte zu holen." Dort verloren die Berliner vor zwei Monaten nur mit Pech im Achtelfinale des DHB-Pokals in der Verlängerung 34:36. Richardsson hatte den Gegner damals mit dem Einsatz des siebten Feldspielers überrascht. Jetzt ist es an seinem Nachfolger, sich taktische Maßnahmen gegen den Favoriten einfallen zu lassen.

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