HANDBALL

Füchse wollen Europapokal wieder nach Berlin holen

Dafür müssen die Berliner Handballer in der 3. Runde des EHF-Pokals zunächst gegen Champions-League-Teilnehmer Gorenje Velenje gewinnen

Paul Drux hätte nichts gegen einen zweiten Titel einzuwenden. Der Rückraumspieler der Füchse konnte sich bereits 2015 über den EHF-Pokal freuen

Paul Drux hätte nichts gegen einen zweiten Titel einzuwenden. Der Rückraumspieler der Füchse konnte sich bereits 2015 über den EHF-Pokal freuen

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

BERLIN – Der EHF-Cup scheint in diesem Jahr so etwas wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten für die Handballer der Füchse Berlin zu werden. Nachdem sie in der zweiten Runde mit Chambéry Savoie den Kontrahenten aus dem Wettbewerb warfen, der ihnen im vergangenen Jahr die europäische Spielzeit verdorben hatte, ergab die Auslosung für Runde drei am Dienstag in Wien wieder einen wohlbekannten Gegner: Am 19./20. November treten die Füchse in Slowenien gegen Gorenje Velenje an. Das Rückspiel findet eine Woche später (26./27. November) in Berlin statt. In der Max-Schmeling-Halle sind sich die beiden Teams vor anderthalb Jahren schon einmal begegnet. Beim EHF-Final-Four besiegten die Füchse die slowenischen Gäste 27:24 und holten sich anschließend gegen den HSV Handball zum ersten Mal den europäischen Titel. „Das ist ein absoluter Gradmesser für unsere Mannschaft“, sagt Füchse-Präsident Frank Steffel. „Wenn wir nach Chambéry auch Velenje aus dem Weg räumen, wollen wir ins Final Four und den Europapokal nach Berlin holen.“

Velenje hat einige Abgänge zu verkraften

Geschäftsführer Bob Hanning ist weniger euphorisch: „Einfach haben wir ja noch nie gekonnt beim Losen“, sagt er. Velenje war im Qualifikationsturnier der Champions League ausgeschieden, deshalb nehmen sie überhaupt am EHF-Cup teil. „Diese Neuauflage wird sicherlich schwer, aber der Vorteil ist, dass wir das zweite Spiel zu Hause haben“, sagt Hanning. Gleiches gilt für die MT Melsungen, die auf HC Zamet (Kroatien) trifft. Die anderen deutschen Klubs Frisch Auf Göppingen und der SC Magdeburg starten zu Hause, bevor Göppingen zum Schweizer Erstligisten Pfadi Winterthur und die Magdeburger zum RK Nexe nach Kroatien reisen.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir die Aufgabe lösen werden“, sagt Füchse-Rechtsaußen Hans Lindberg, der einst mit dem HSV Handball schon gegen Velenje gespielt hat. „Slowenischer Handball ist technisch stark und schnell, aber der Klub hat einige Abgänge zu verkraften“, so der Däne. „Jetzt müssen wir uns gut vorbereiten, um den Einzug in die Gruppenphase sicherzustellen“, sagt Rückraumspieler Paul Drux.