Handball-Pokal

Olympia-Held Wiede wirft Füchse ins Achtelfinale

Eine Woche nach der Bronze-Feier in Rio glänzen Fabian Wiede, Steffen Fäth, Silvio Heinevetter und Paul Drux auch in der Provinz.

Fabian Wiede konnte in Rio über Olympia-Bronze, doch nun will er auch mit den Berliner Füchse wieder etwas gewinnen

Fabian Wiede konnte in Rio über Olympia-Bronze, doch nun will er auch mit den Berliner Füchse wieder etwas gewinnen

Foto: Lukas Schulze / dpa

Die Reise an die Nordsee hat sich für die Füchse gelohnt. Der Berliner Handball-Bundesligist hat problemlos die zweite Runde und damit das Achtelfinale um den Pokal des Deutschen Handballbundes (DHB) erreicht. Der Hauptstadtklub gewann am Sonntag gegen den Zweitligisten Wilhelmshavener HV deutlich mit 35:28 (21:14). Am Vortag hatten die Berliner den Drittligaverein Oranienburger HC ungefährdet mit 41:26 (18:12) bezwungen.

Wie schon am Sonnabend war auch gegen Wilhelmshaven Europameister Fabian Wiede mit sieben Treffern bester Füchse-Schütze. Bjarki Elisson und Drago Vukovic steuerten jeweils fünf Treffer zum zweiten Erfolg bei. Bei den Berlinern kam das Olympia-Quartett Wiede, Paul Drux, Steffen Fäth und Torhüter Silvio Heinevetter zum Einsatz, das in Rio de Janeiro mit der deutschen Nationalmannschaft die Bronzemedaille gewonnne hatte. Am Freitag starten die Füchse bei der HSG Wetzlar in die neue Bundesligasaison.

Die Berliner legten gegen Wilhelmshaven einen guten Start hin, nach zehn Minuten stand es bereits 10:5 - auch weil Petr Stochl einmal mehr ein sicherer Rückhalt im Tor war. Die Berliner hatten das Spiel unter Kontrolle, aber es schlichen sich gegen Ende der ersten Halbzeit einige Flüchtigkeitsfehler ein. Nach der Pause herrschte erst einmal eine bemerkenswerte Torflaute. Sieben Minuten dauerte es, bis das Team von Trainer Erlingur Richardsson wieder traf. Dank der mittlerweile auf 6:0 umgestellten Abwehr traf aber auch der Gastgeber nur einmal während dieser Episode. Nach 37 Minuten stand es 22:15 für die Füchse.

„Ich hätte mir gewünscht, dass unser Team das Spiel weniger verwaltet hätte. Etwas mehr Biss bis zum Schluss wäre schön gewesen“, sagte Berlins Sportkoordinator Volker Zerbe, „letztendlich haben wir das Ding sicher nach Hause gebracht.“