Fußball trifft Handball

Füchse und Union trainieren mit Hand und Fuß

Die Füchse-Torhüter bringen die Keeper vom 1. FC Union beim gemeinsamen Training ins Schwitzen. Von Silvio Heinevetter gab es viel Lob.

Training in Füchse Town: Handballstar Silvio Heinevetter und die Fußballer Daniel Haas, Dennis Rudel (Torwarttrainer), Jakob Busk und Mohamed Amsif (v.l.)

Training in Füchse Town: Handballstar Silvio Heinevetter und die Fußballer Daniel Haas, Dennis Rudel (Torwarttrainer), Jakob Busk und Mohamed Amsif (v.l.)

Foto: Jürgen Engler

Berlin. Alexandra Gross und Ninja Priesterjahn

Auf die Rolle vorwärts folgte im Aufwärmprogramm das Rausdrücken in den Stütz. Noch ein paar Räder geschlagen, dann ging es auch schon ins Handballtor. Und da staunten die Keeper des Fußball-Zweitligaklubs 1. FC Union nicht schlecht. Hechtsprung nach links oben und dann gleich nach rechts unten, mal mit klebrigen Hand-, dann wieder Reaktionsübungen mit Tennisbällen. Und am Ende durfte jeder noch einmal mit dem Fuß beherzt aufs Tor ballern. Wer drei Tore zuließ, musste 20 Liegestütze machen.

„Das hat großen Spaß gemacht“, sagte Unions Jakob Busk nach dem gemeinsamen Training mit den Füchse-Torhütern Silvio Heinevetter und Petr Stochl am Donnerstag in Füchse Town. „Es gibt schon einige Dinge, die ähnlich sind. Am Ende haben mir die Hände weh getan, denn ich bin es ja gewohnt, die Bälle mit Handschuhe abzuwehren.“

Köpenicker erhoffen sich neue Impulse

Die Köpenicker waren zu ihren Handballkollegen in die Lilli-Henoch-Halle gekommen, um sich neue Impulse zu holen. „Da muss man schon ein bisschen verrückt sein, um sich da hinzustellen. Aber die machen das echt gut“, sagte Unions Daniel Haas nach der Einheit. „Es waren keine Memmen dabei, die Jungs haben sich echt super geschlagen“, zollte Heinevetter den Kollegen aus Köpenick seinen Respekt. Besonders gelenkig zeigte sich dabei Mohamed Amsif, der vor allem bei der Abwehr der schnellen Tennisbälle glänzte.

Heinevetter baute das Training extra so auf, dass die Fußballer nach einer kurzen Schonzeit ganz schön ins Schwitzen kamen. Dass die Würfe auch ab und zu mal etwas härter aufs Tor kamen, störte die Eisernen nicht. „Da waren schon ein paar fiese Dinger dabei. Nein, Spaß beiseite, das hat wirklich Spaß gemacht und wir würden uns natürlich gerne irgendwann bei den Jungs revanchieren“, sagte Haas, der mit einem starkem Wurf überzeugte.

Rechtsaußen Lindberg am Knie operiert

Schlechte Nachrichten vor dem Bundesligaspiel am Sonntag gegen die HSG Wetzlar (15 Uhr, Max-Schmeling-Halle) gab es von Hans Lindberg. Der Rechtsaußen leidet seit vier Wochen unter extremen Kniebeschwerden und unterzog sich am Donnerstag einer Arthroskopie. „Damit wird er am Sonntag auf keinen Fall spielen können“, sagte Sportdirektor Volker Zerbe. Ebenfalls gegen Wetzlar nicht dabei ist Kent Robin Tönnesen (Muskelfaserriss). Der Einsatz von Kreisläufer Ignacio Plaza Jimenez (Augenbeschwerden) ist noch fraglich.