Handball

Silvio Heinevetter wird für die EM ausgebootet

Silvio Heinevetter ist der bekannteste deutsche Handballspieler, fährt aber nicht mit zur EM in Polen im Januar.

Silvio Heinevetter

Silvio Heinevetter

Foto: Axel Heimken / dpa

Die deutschen Handballer fahren ohne ihren langjährigen Stammkeeper Silvio Heinevetter zur EM 2016 in Polen. Die überraschende Entscheidung gab Bundestrainer Dagur Sigurdsson bei der Vorstellung seines Kaders am Freitag in Stuttgart bekannt. Statt auf den 31 Jahre alten Berliner Heinevetter setzt der Isländer zwischen den Pfosten auf Routinier Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach) und Andreas Wolff (HSG Wetzlar).

„Das ist eine Entscheidung für Carsten und Andreas und nicht gegen Silvio Heinevetter, den ich von allen Spielern am längsten kenne“, sagte Sigurdsson, der bis zur verganegenen Saison Heinevetters Klub Füchse Berlin betreute: „Es ist alles offen, da wir auch während des Turniers Wechselmöglichkeiten haben werden.“ Wie Heinevetter steht auch Shootingstar Paul Drux nur auf der Nachrückerliste. Der Berliner kämpft nach einer Schulter-OP noch um den Anschluss. Die Europameisterschaft findet vom 15. bis 31. Januar statt. Deutschland misst sich in der Vorrundengruppe C mit Spanien, Schweden und Slowenien.

Heinevetter war in Berlin bereits in die zweite Reihe gerückt hinter Petr Stochl (39), der Tscheche war in der vergangenen Woche sogar zum Kapitän ernannt worden. Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse und auch für den Leistungssport zuständige Vizepräsident im Deutschen Handball-Bund (DHB) sagte der Berliner Morgenpost: „Ich bin mir sicher, dass Heine das als Herausforderung annimmt. Er hat im Moment keine einfache Phase, aber so etwas gehört auch zu einer Karriere dazu. Ich bin sicher, er kämpft sich zurück, und wir werden ihn dabei unterstützen. Silvio Heinevetter gehört in die Nationalmannschaft.“

Der Kader der deutschen Handballer für die EM in Polen: Tor: Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach), Andreas Wolff (HSG Wetzlar) -Linksaußen: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Rune Dahmke (THW Kiel) - Rückraum links: Steffen Fäth (HSG Wetzlar), Christian Dissinger (THW Kiel), Finn Lemke (SC Magdeburg) - Rückraum Mitte: Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten), Niclas Pieczkowski (TuS N-Lübbecke), Simon Ernst (VfL Gummersbach) - Rückraum rechts: Steffen Weinhold (THW Kiel), Fabian Wiede (Füchse Berlin) - Rechtsaußen: Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Tobias Reichmann (KS Vive Tauron Kielce/POL) - Kreis: Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar Löwen), Jannik Kohlbacher (HSG Wetzlar), Erik Schmidt (TSV Hannover-Burgdorf).

Reserve: Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Dario Quenstedt (SC Magdeburg), Michael Allendorf (MT Melsungen), Stefan Kneer (Rhein-Neckar Löwen), Julius Kühn (VfL Gummersbach), Paul Drux (Füchse Berlin), Michael Müller (MT Melsungen), Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf), Johannes Sellin (MT Melsungen), Evgeni Pevnov (VfL Gummersbach), Manuel Späth (Frisch Auf Göppingen).