Handball

Berliner Füchse verlieren 36:29 gegen klammen HSV

Hamburgs Casper Mortensen (r.) wirft gegen Berlins Torwart Silvio Heinevetter

Hamburgs Casper Mortensen (r.) wirft gegen Berlins Torwart Silvio Heinevetter

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Hamburg liefert gegen die Berliner eine überzeugende Leistung. Auch der starke Berliner Nedic konnte die Niederlage nicht verhindern.

Die Bundesliga-Handballer der Füchse Berlin haben im direkten Duell um Platz fünf beim HSV eine empfindliche Pleite kassiert. Der EHF-Pokalsieger unterlag am Mittwochabend vor 6013 Zuschauern klar mit 29:36 (12:19) und musste die höchste Saisonniederlage verdauen.

Petar Nenadic konnte als erneut bester Füchse-Schütze auch mit neun Toren die über weite Strecken schwache Offensivleistung nicht kaschieren. „Wir haben zu viele Bälle verloren und Gegenstöße kassiert“, ärgert sich Torwart Petr Stochl nach seinem ersten Spiel als Kapitän der Berliner.

Dennoch sind die Chancen auf einen Platz im Europapokal intakt, zumal sich die finanzielle Notlage beim HSV immer mehr zuspitzt. „Ende dieser, spätestens Anfang nächster Woche muss eine Entscheidung her“, sagte Geschäftsführer Christian Fitzek (54) nach Gesprächen mit Geldgeber Andreas Rudolph: „Irgendwann müssen alle mal wissen, ob es weitergeht – die Spieler, die Gläubiger, der Verein.“

Womöglich fällt die Entscheidung bereits am Donnerstag. Beim Liga-Verband befürchtet man angesichts des Ausstiegs aus der Liga bereits einen Imageschaden über Hamburg hinaus. „Es werden nicht nur die Interessen des HSV Handball berührt, sondern auch die aller anderen Vereine und die der HBL“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann gegenüber dem Sender Sport1.

( sid )