Handball

Füchse Berlin hoffen auf Überraschung im DHB-Pokal

Im Achtelfinale des Pokals haben die Berliner Handballer mit Bundesliga-Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen ein schweres Los

Erlingur Richardsson hat einiges zu tun, wenn er im DHB-Pokal an die Erfolge seines Vorgängers Dagur Sigurdsson anknüpfen möchte

Erlingur Richardsson hat einiges zu tun, wenn er im DHB-Pokal an die Erfolge seines Vorgängers Dagur Sigurdsson anknüpfen möchte

Foto: Jens Wolf / dpa

Berlin.  Eigentlich dürfen sich die Füchse Berlin nicht beschweren. Ja, natürlich ist es ungünstig, schon im Achtelfinale des DHB-Pokals, und dann auch noch auswärts auf die Rhein-Neckar Löwen zu treffen (Mittwoch, 19 Uhr). Schließlich sind die Mannheimer derzeit mit elf Siegen aus elf Spielen Tabellenführer der Bundesliga. Fünf Punkte liegen sie vor der SG Flensburg-Handewitt. Dafür hatten die Berliner im vergangen Jahr mit Essen, Erlangen und Leipzig aber auch einen verhältnismäßig entspannten Weg ins Final Four.

Der Fokus der Rhein-Nekar Löwen liegt auf der Meisterschaft

Die Löwen dagegen mussten sich im Viertelfinale mit dem THW Kiel messen. Da waren sie der Außenseiter – und siegten. „Der Außenseiter sind dieses Mal wir. Das bedeutet aber auch, dass wir frei aufspielen können“, sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Doch auch die Löwen machen sich keinen Druck. „Der Fokus liegt in dieser Saison auf der Meisterschaft“, sagt Lars Lamadé, Geschäftsführer der Rhein-Neckar Löwen. Nachdem sich die Mannheimer in den vergangenen zwei Jahren immer knapp hinter dem THW Kiel mit Platz zwei zufrieden geben mussten, soll in dieser Saison der Titel her. Das heißt aber nicht, dass die Rhein-Neckar Löwen im Pokal bereitwillig Platz für die Füchse machen. „Wir gehen da hoch motiviert ran, und ich bin froh, dass wir ein Heimspiel haben“, sagt Lamadé.

Die 15.000 Zuschauer fassende Arena der Mannheimer war für Mittwoch allerdings schon belegt. Dieses Problem kennen auch die Füchse, sie suchen noch immer nach einer geeigneten Halle für die Europapokal-Begegnung am 21./22. November mit dem französischen Klub Chambéry Savoie, da sowohl die Schmeling-Halle, das Horst-Korber-Sportzentrum, die Arena am Ostbahnhof als auch das Velodrom besetzt sind.

Nur wenige Fans interessieren sich für den Pokal

Den Rhein-Neckar Löwen allerdings ist der Wechsel in die nur 2250 Besucher fassende Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen für das Pokalspiel sogar genehm, denn die Zuschauer interessieren sich laut Lamadé nicht so sehr für diesen Wettbewerb. „Der Pokal ist nur ein Wochenende im Jahr für die Öffentlichkeit interessant – und das ist das Final Four in Hamburg.“ Da will er mit seinem Klub hin, die Füchse sind aber durch die Niederlage der Löwen vergangene Woche in der Champions League gegen Kristianstad voller Hoffnung: „Das zeigt, dass es möglich ist, die Mannheimer auf dem falschen Fuß zu erwischen“, sagt Sportdirektor Volker Zerbe.