Handball

Füchse-Fehlstart: Berliner verlieren in Melsungen

Die Füchse unterlagen am Sonnabend Melsungen mit 20:23 und bescherten ihrem neuen Trainer Richardsson eine verpatzte Liga-Premiere.

Füchse-Trainer  Erlingur Richardsson kassierte mit seinem Team beim Liga-Auftakt gegen Melsungen eine Niederlage

Füchse-Trainer Erlingur Richardsson kassierte mit seinem Team beim Liga-Auftakt gegen Melsungen eine Niederlage

Foto: Gep/CITYPRESS24 / picture alliance / CITYPRESS24

Die Abwehr stabil, im Angriff noch reichlich Luft nach oben. So lautet das Fazit nach dem Auftaktspiel der Füchse in der Handball-Bundesliga. Und für den neuen Trainer Erlingur Richardsson bleibt die Erkenntnis, dass nach dem Umbau der Mannschaft mit sechs Zugängen noch der Rhythmus fehlt. Geschäftsführer Bob Hanning aber wollte nach der 20:23 (12:14)-Niederlage der Berliner bei MT Melsungen mit seinem Team nicht allzu hart ins Gericht gehen, immerhin waren die Nordhessen der erwartet schwere Gegner. „Das war kein schlechtes Handballspiel. Ich bleibe ganz entspannt“, sagte Hanning.

Der Manager verwies bei der Analyse des Liga-Starts auch darauf, dass der Ausfall von Nationalspieler Paul Drux (Schulter) eben nicht so leicht zu kompensieren sei. „Uns fehlt mit Paul ein ganz wichtiger Spieler im Rückraum“, sagte Hanning. Auf Rechtsaußen muss zudem der schwedische Auswahlspieler Mattias Zachrisson (Schulter) passen. Das machte sich in Melsungen bemerkbar. „Wir waren im Angriff nicht gut“, erklärte Coach Richardsson. Der sportliche Leiter Volker Zerbe konkretisierte: „Im Angriff haben wir in der entscheidenden Phase zwei, drei Fehler zu viel gemacht.“

Nachdem die Berliner den Halbzeitrückstand von 12:14 in eine Führung gewandelt hatten, gelang ihnen 15 Minuten kein Treffer mehr. „Wir haben freie Bälle liegen gelassen. Die musst du machen, sonst kannst du in Melsungen nicht gewinnen“, sagte Hanning.

Die Defensive um Nationaltorhüter Silvio Heinevetter erledigte ihre Aufgabe zuverlässig. Auch deswegen vermittelten Richardsson und Zerbe einen zuversichtlichen Eindruck. „Man hat gemerkt, dass es das erste Spiel war und noch viel Potenzial da ist“, sagte Volker Zerbe, der den Hauptansatzpunkt im Angriff sieht: „Da müssen wir draufsatteln, dann wird es bei uns besser laufen.“ Im nächsten Bundesliga-Spiel treten die Füchse am Sonnabend in Wetzlar an.