Füchse Berlin

Brand und Hanning legen Streit bei

Die harschen Worte zwischen Ex-Bundestrainer Heiner Brand und Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning sind verziehen. Komplett ausgeräumt sind die Meinungsverschiedenheiten zwischen Liga und DHB aber noch nicht.

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Ex-Bundestrainer Heiner Brand und Bob Hanning haben den öffentlichen Zwist zwischen dem Deutschen Handball-Bund (DHB) und der Liga beigelegt. „Es gibt und gab keinerlei Disharmonien zwischen uns. Wir haben lediglich unterschiedliche Auffassungen, das gehört dazu“, sagte Hanning, Geschäftsführer der Füchse Berlin. Brand pflichtet ihm bei. „Eine unterschiedliche Meinung tut unserer Freundschaft keinen Abbruch. Es wäre nicht gut, wenn wir immer nur im Gleichschritt liefen. Bob hat das Recht, was zu sagen, weil er viel für unseren Sport tut“, sagte er der „B.Z“.

Hanning glaubt weiter fest an seine Visionen und träumt vom Olympiasieg 2020: „Ich bin nicht müde, für meine Ideen zu arbeiten. Und ich glaube an einen Olympiasieg 2020, dass muss unser Anspruch sein, und das können wir auch schaffen. Das können wir aber nur gemeinsam erreichen.“ Gemeinsam – zuletzt nicht die Stärke aller Beteiligten, die sich aufgrund der verpassten Olympia-Qualifikation der deutschen Nationalmannschaft lieber öffentlich die Schuld zuwiesen, als konstruktiv miteinander nach Lösungen zu suchen. Auslöser für die seit Wochen geführten Diskussionen war unter anderem ein von Hanning veröffentlichtes Thesenpapier, in dem er gravierende strukturelle Änderungen im Verband forderte.

Brand hatte Hannings Verhalten als „anmaßend“ bezeichnet. In Zukunft sollen solche Scharmützel aber der Vergangenheit angehören, vielmehr wollen Hanning und Brand im Sinne des deutschen Handballs agieren. „Wir brauchen einen Heiner Brand, einen Martin Heuberger und auch Querdenker wie Stefan Kretzschmar. All diese Leute sind unbezahlbar, weil sie sich für die Sache einsetzen. Wir müssen diese Kräfte nur kanalisieren“, sagte Hanning. Seine Kritik am Verband hält er dennoch aufrecht: „Ich bin immer noch der Auffassung, dass der DHB Veränderungen braucht. Das ist zwingend notwendig, um unsere Ziele zu erreichen.“

Meinungsverschiedenheiten werden wohl auch in Zukunft nicht ausbleiben, Liga und Verband verfolgen eigene Interessen. Um den deutschen Handball international aber wieder wettbewerbsfähig zu machen, muss die Kluft zwischen beiden Seiten wieder kleiner werden. Brand und Hanning haben es vorgemacht.