Handball-Nationalspieler

Warum Markus Richwien bei den Füchsen bleibt

Wenn sein neuer Vertrag ausläuft, wäre er acht Jahre im Verein: Markus Richwien hat bei den Berliner Handball-Füchse bis 2014 verlängert. Die Entscheidung fiel dem 26-Jährigen nicht schwer, steht er doch sinnbildlich für die Erfolgsgeschichte der Füchse.

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Er wird auch weiter mit der Nummer 11 von Rechtsaußen auf den gegnerischen Torwart zufliegen, ihn mal in der kurzen oder langen Ecke, mit einem Heber oder Roller überwinden. Weil er all das drauf hat, wird er noch mehr als zwei Jahre an der Spree bleiben. Die Berliner Handball-Füchse verlängerten am Mittwoch den Vertrag mit Markus Richwien vorzeitig bis 2014 . „Wir mussten uns über eine Verlängerung nicht lange unterhalten“, sagt Richwien. „Bei mir jedenfalls gab es keine anderen Gedanken. Die Entwicklung des Vereins hat sich ja zu meiner parallel vollzogen.“

Seit 2006 in Berlin

Richwien ist neben Torwart Petr Stochl der Dienstälteste im Team. Als er 2006 aus Magdeburg zu den Füchsen kam, spielten diese noch in der Zweiten Liga. „Mein erstes Ziel war damals, auf hohem Niveau viel Spielzeit zu bekommen“, erinnert sich der 26-Jährige. Was dann ja auch klappte: Aus dem Zweitligisten wurde der Tabellenzweite der Bundesliga und ein Teilnehmer der Champions League. Aus dem Jungen aus Magdeburg ein Nationalspieler, der in dieser Saison schon 46 Mal in des Gegners Tor traf. Richwien gesteht: „Das es so weit und so schnell nach oben geht, hätte ich nicht gedacht.“

Füchse-Manager Bob Hanning übrigens auch nicht, wie er jüngst gestand, als er mit der Mannschaft zum Champions-League-Auswärtsspiel in Madrid landete. Für Hanning ist sein Rechtsaußen „ein Mann der ersten Stunde in unserem Projekt, er ist gemeinsam mit uns gewachsen. Wir legen sehr großen Wert auf das eigene organische Wachsen und die Kontinuität in unserer Arbeit. Daher war die Verlängerung mit Markus Richwien die logische Konsequenz.“ Für den Zweiten der Liga und ein Team, das die Gruppenphase der europäischen Königsklasse übersteht, ist nicht genug Luft nach oben, um im gleichen Tempo empor zu steigen wie in den vergangenen sechs Jahren. Richwien will zumindest „das Erreichte bestätigen“, aber eigentlich „den nächsten Schritt voran tun.“ Dazu bietet sich die erste Gelegenheit vielleicht schon im Achtelfinale der Champions League gegen den HSV Hamburg.