Champions League

Berliner Füchse wollen Atletico Madrid ärgern

Im wohl schwersten Gruppenspiel geht es für die Berliner Handballer gegen den spanischen Klub, der bereits für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert ist. Trotzdem wollen die Füchse kein großes Risiko eingehen.

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Bescheidenheit ist nicht ihr Ding. Im Gegenteil, die Handballer von Atletico Madrid haben sich nicht weniger als den Gewinn der Champions League zum Ziel gesetzt. „Und dann wollen wir wie die Fußballer von Real am Neptunbrunnen in Madrid feiern“, sagt Torhüter Jose Javier Hombrados. Mit dem vorzeitigen Erreichen des Achtelfinals haben die Spanier den ersten Schritt gemacht, am Sonntag empfangen sie im vorletzten Gruppenspiel im 15.000 Zuschauer fassenden Palacio Vistalegre die Füchse Berlin (15.45 Uhr, live bei Eurosport).

Die Runde der besten 16 Mannschaften haben auch die Berliner vor Augen. Dabei geht es in Madrid im wohl schwersten Gruppenspiel um mehr als nur den vorzeitigen Einzug in das Achtelfinale. „Mit einem Sieg können wir am Ende Zweiter werden. Das würde uns eine große Chance auf das Viertelfinale ermöglichen, weil wir dann einen leichteren Gegner erhalten würden“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning, der wie die Mannschaft am Sonnabend nach Madrid geflogen ist. Auch der Beirat sowie einige Sponsoren und Kooperationspartner waren mit an Bord. Voraussetzung dafür ist freilich ein Sieg im letzten Gruppenmatch zu Hause gegen das noch punktlose Team aus Silkeborg. Hanning: „Wenn es geht, wollen wir ein Endspiel gegen Silkeborg vermeiden.“ Egal wie, einen Sieg benötigen die Füchse noch für das Weiterkommen in der Königsklasse. Weil die Spanier bereits für das Achtelfinale qualifiziert sind, treten die Füchse mit berechtigten Hoffnungen an. „Wir sind alle heiß darauf, in Madrid zu spielen. Es wird ein besonderes Erlebnis für uns, dort zu spielen“, sagt Trainer Dagur Sigurdsson. Dass Atletico mit halber Kraft spielen wird, weil es für den Gruppenersten um nichts mehr geht, glaubt Bob Hanning aber nicht. „Die haben den Anspruch, vor eigenem Publikum gegen einen Spitzenklub aus Deutschland zu gewinnen.“

Petersson fällt aus

Trotz des großen Anreizes, den hohen Favoriten zu ärgern, gehen die Füchse die Aufgabe mit einem überschaubaren Risiko an. „Wir werden nicht die Gesundheit von Spielern gefährden, die nicht richtig fit sind“, sagt Hanning. Damit steht auch fest, dass der Rückraumspieler Alexander Petersson (Schulter) erneut pausiert. Und Abwehrchef Denis Spoljaric (Achillessehne) wird nur dann auflaufen, wenn es dringend erforderlich ist. Zuletzt beim Sieg über Magdeburg (24:20) hatte die Berliner Defensive auch ohne den Kroaten überzeugt.