Nach Verletzung

Füchse bangen nun auch um Abwehrchef Spoljaric

Die Verletztenliste der Berliner wird immer länger: Nach Alexander Petersson und Bartlomiej Jaszka ist jetzt auch der Abwehrspieler Denis Spoljaric nicht einsatzfähig. Die Ausfälle waren sicherlich einer der Gründe für die Füchse-Niederlage gegen den HSV Hamburg.

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Sehr gut mitgehalten, die Chance zum Sieg aus der Hand gegeben und am Ende 23:24 verloren – bei den Füchsen Berlin schwankten die Verantwortlichen nach der Niederlage beim HSV Hamburg zwischen Lob und Enttäuschung. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, kommentierte Bob Hanning, der Manager des Handball-Bundesligisten. Ähnlich sah es Trainer Dagur Sigurdsson: „Man darf nicht vergessen, wir haben beim Deutschen Meister gespielt und das insgesamt ganz ordentlich. Aber wir hätten mehr verdient.“ Die Leistung stimmte, das Ergebnis nicht.

Schlag auf die Achillessehne

Zumal der Tabellenzweite einen seiner Leistungsträger, den Isländer Alexander Petersson, ersetzen musste. Der Linkshänder wird wegen seiner Schulterverletzung vermutlich auch am Sonntag (17 Uhr, Schmeling-Halle) im Champions-League-Spiel gegen Medwedi Tschechow noch fehlen. „Wir hoffen auf seine Rückkehr am nächsten Mittwoch gegen Magdeburg“, sagte Hanning. Und darauf, dass Spielmacher Bartlomiej Jaszka seine Handprellung bald nicht mehr behindert. Denn zu den aktuellen Sorgen kommt jetzt eine weitere, aktuelle. Abwehrchef Denis Spoljaric ist der Nächste auf der Berliner Verletztenliste.

In Hamburg erhielt er bei einem Zweikampf eine Viertelstunde vor Schluss einen Schlag auf die Achillessehne, die so schmerzte, dass der Kroate nicht mehr eingesetzt werden konnte. Sicher einer der Gründe für die unglückliche Füchse-Niederlage. Der 32-Jährige taucht zwar in den Statistiken meist nicht an vorderer Stelle auf, aber seine Bedeutung für die Mannschaft ist immens. Ohne ihn fehlt der Verteidigung die ordnende Hand, die auch mal im entscheidenden Moment zupackt. „Das ist meine Riesensorge“, sagte Hanning vor der Untersuchung am Donnerstagabend. Dabei war es eigentlich nicht der richtige Tag für Hanning, sich Sorgen zu machen. Denn der Manager beging seinen 44. Geburtstag. Übrigens so, wie man es sich bei ihm vorstellt. Vormittags war er nicht zu erreichen. Da trainierte er die Füchse-Jugend.