Handball

Füchse Berlin mit Pflichtsieg beim Bergischen HC

Die Füchse Berlin haben den neunten Saisonsieg in der Handball-Bundesliga errungen und sich damit in der Spitzengruppe festgesetzt. Der Hauptstadtclub gewann mit 32:29 beim Bergischen HC und steht auf dem dritten Tabellenplatz.

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Die Reise nach Wuppertal brachte den erhofften Auswärtssieg. Mit 32:29 (15:13) bezwangen die Füchse Berlin in der Handball-Bundesliga Aufsteiger Bergischer HC, sie feierten damit den neunten Saisonerfolg in der Liga und kletterten auf Rang drei. Beste Werfer beim Hauptstadtklub waren Sven-Sören Christophersen und Ivan Nincevic mit jeweils acht Toren.

„Dieses Spiel wird kein Selbstläufer“, hatte Berlins Geschäftsführer Bob Hanning vor der Partie gesagt – er sollte Recht behalten. In der ersten Halbzeit begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Im zweiten Durchgang fanden die Berliner besser ihren Rhythmus und bauten den Vorsprung bis zur 40. Minute auf vier Treffer aus (21:17). Doch die Gastgeber forderten den Favoriten bis in die Schlussphase.

Während in der Ferne Freude über den Sieg herrschte, sorgen in Berlin die Behörden für Ärger im Fuchsbau. Zankapfel ist das sogenannte Haftmittel, das die Handballspieler gerne benutzen, um den Ball besser festhalten zu können. Weil sich die zweite Mannschaft (3. Liga) der Füchse und das A-Jugendteam nicht an die Anordnung des Bezirksamtes Reinickendorf hielten, dürfen sie nicht mehr in der Sporthalle Cyclopstraße spielen. Das teilte der Berliner Handball-Verband am Mittwoch offiziell mit. Die beiden Nachwuchs-Teams müssen ihre Heimspiele nun ab sofort im Horst-Korber-Sportzentrum ausgetragen.

Die Haftmittel der Handballer, die aus harzigem Kleber bestehen, würden die Sporthallen verschmutzen, argumentieren in Berlin die Schul- und Bezirksämter. Dabei berufen sich die Behörden auf einen mehrere Jahre alten Senatsbeschluss. „Es ist erbärmlich, was die Bezirksverwaltung Reinickendorf mit uns macht“, reagierte Bob Hanning, zugleich auch Trainer der A-Jugend, erbost. Einerseits schmücke sich der Bezirk Reinickendorf mit den Füchsen, andererseits „wird so die Jugend vergrault“, kritisierte Hanning die Entscheidung. Gegen die entzogene Spielerlaubnis werde sich der Klub nicht wehren. „Für mich ist das Thema Reinickendorf erledigt“, sagte der Füchse-Manager, „künftig spielen wir im Horst-Korber-Zentrum oder in Hohenschönhausen.“